Mi
18
Okt
Als seine Brüder sahen, dass ihr Vater Joseph mehr liebte als alle seine Brüder, da hassten sie ihn.
1. Mose 37,4

Joseph – von seinen Brüdern gehasst

Es gibt weitere Gemeinsamkeiten zwischen Joseph und Jesus Christus:

Jakob liebte Joseph „mehr als alle seine Brüder“. Hat hier der Vater einen seiner Söhne unangemessen bevorzugt? Das wird durch den biblischen Bericht nicht gerechtfertigt. Und das ist natürlich auch kein bildlicher Hinweis auf Christus. Abgesehen davon erkennen wir hier, wie eine besonders vertraute und innige Beziehung zwischen Vater und Sohn gelebt wird: Joseph war mit Jakob ein Herz und eine Seele. Doch die Liebe Jakobs brachte Joseph Hass, Neid und Feindschaft vonseiten seiner Brüder ein.

Der Herr Jesus ist der „eingeborene Sohn“ Gottes. Das bedeutet: Er ist der einzige, einzigartige Sohn. Dieser eingeborene Sohn machte in einer Welt, die von Gott nichts wissen wollte, den Vater bekannt – doch die Menschen feindeten Ihn dafür an (1. Johannes 4,9; Johannes 1,18).

Die Brüder „hassten“ Joseph aber auch „wegen seiner Träume“, in denen Gott Joseph schon eine Vorahnung von seiner künftigen Stellung gab. Wie dunkel und abstoßend wirkt dieser Hass der Brüder! – Jesus Christus sagt über den Hass, der Ihm entgegenschlug: „Sie haben mich ohne Ursache gehasst“ (1. Mose 37,5; Johannes 15,25).

Im Verhalten der Brüder Josephs gab es manches zu kritisieren. Joseph sprach darüber ganz offen mit seinem Vater. – Viele Jahrhunderte später sagte Jesus Christus: „Die Welt hasst mich, weil ich von ihr zeuge, dass ihre Werke böse sind.“ Er war „das Licht der Welt“; und „jeder, der Böses tut, hasst das Licht“. – Das hat sich bis heute nicht geändert (1. Mose 37,2; Johannes 7,7; 8,12; 3,20).