
Gedanken zum Markus-Evangelium
Gott sorgt auf vielfältige Weise dafür, dass sein Sohn Jesus Christus geehrt wird. Bei der Geburt sind es die Hirten, die zu dem Kind kommen, das in Windeln gewickelt liegt. Etwas später sind es die Sternkundigen aus einem fernen Land, die eine weite Reise auf sich nehmen, um dem Kind zu huldigen. Und hier, wo alle Anwesenden und Vorübergehenden den gekreuzigten Nazarener verspottet haben, ist es ein Heide, der bezeugt, wer Jesus Christus wirklich ist: der Sohn Gottes.
Es ist gewiss nicht die erste Kreuzigung, die der Hauptmann beaufsichtigt hat. Vermutlich kann diesen Mann kaum etwas erschüttern. Aber jetzt ist er tief beeindruckt. Solch ein Schreien und Sterben eines Gekreuzigten hat er noch nie erlebt.
Das ist auch unser Wunsch für alle Leser, die in den letzten Monaten die Gedanken zum Markus-Evangelium gelesen haben: dass sie von der Einzigartigkeit des Menschen Jesus Christus überwältigt sind - und Ihn als den Sohn Gottes ehren!
Zuletzt bleiben die Frauen zu erwähnen, die sich von dem Herrn Jesus angezogen fühlten. Einige von ihnen hatten Ihm und seinen Jüngern mit dem gedient, was sie besaßen (vgl. Lukas 8,3). Nie waren sie in den Vordergrund getreten, doch in dem Augenblick, wo von den Zwölfen außer Johannes keiner mehr zu sehen ist, zeigen sie Präsenz. Es ist die Liebe zu ihrem Herrn, die ihnen die Kraft gibt, alle Menschenfurcht zu überwinden. Auch wenn sie nicht alle mit Namen genannt sind - Gott sind sie wohlbekannt.