
Sonne, Mond und Sterne
Der Psalmendichter David blickt zum Himmel und ist überwältigt. Denn die an sich leblosen Himmelskörper „reden“: Sie sprechen ohne Worte - und können doch von allen Menschen gehört werden. Und da sie nicht in einer bestimmten Sprache reden, kann auch jeder Mensch sie verstehen.
Als man während der Französischen Revolution alle Kirchtürme in Frankreich dem Erdboden gleich machen wollte, um jede Erinnerung an Gott auszulöschen, verwiesen Christen auf die Sterne. Diese zögen unbeirrt ihre Bahn und würden, selbst wenn alle Kirchtürme verschwunden wären, weiterhin von Gott zeugen. Ja, Sonne, Mond und Sterne „erzählen die Herrlichkeit Gottes“ (V. 2) - und nichts und niemand kann sie zum Schweigen bringen.
Diese Botschaft richtet sich an alle Menschen. Viele Stämme und Völker haben bis heute - trotz aller Übersetzungsbemühungen - noch keine Bibel in ihrer Muttersprache. Vielleicht haben sie noch nie von Jesus Christus gehört, doch die Himmelskörper reden auch zu ihnen vom Schöpfer-Gott. „Ihr Schall ist ausgegangen zu der ganzen Erde“ (Römer 10,18 - ein Zitat aus Psalm 19). Auch ohne Bibel kann jeder Mensch Gottes ewige Kraft und Göttlichkeit erkennen, denn sie kann von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen werden. Deshalb kann sich niemand entschuldigen: Jeder kann Gott erkennen und ist verpflichtet, Ihn zu ehren und Ihm zu danken. Tut er es nicht, lädt er Schuld auf sich (vgl. Römer 1,19–21).
Es ist wahr: Gott, „der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was in ihnen ist“, hat sich keinem Menschen „unbezeugt gelassen“ (Apostelgeschichte 14,15.17).