
Frieden mit Gott
Vor kurzem hatte ich Gelegenheit, mit einem meiner Nachbarn zu sprechen, dessen Frau im Krankenhaus lag. Ich überreichte ihm ein kleines Geschenk für seine Frau und wir kamen ins Gespräch über den Glauben an Jesus Christus. Mein Nachbar war jedoch nicht daran interessiert zu erfahren, wie er mit Gott in Verbindung treten kann, und meinte nur: „Wenn es einen Gott gibt, warum tut Er dann nichts gegen das Leiden in der Welt? Außerdem“, so fuhr er fort, „bin ich mein Leben lang ein guter Mensch gewesen und habe niemals jemanden falsch behandelt.“ Er war überzeugt, dass er nichts Schlechtes verdient habe und Gott keinen Grund finden würde, ihn abzuweisen.
Unser Tagesvers sagt, dass die Ursache niemals bei Gott liegt, wenn Er nicht auf unser Rufen hört. Es sind unsere Verschuldungen, die uns von Gott trennen, und unsere Sünden, die sich wie ein Schleier auf Gottes Angesicht legen, so dass Er nicht auf uns hört. Das fällt uns oft nicht leicht einzugestehen. Lieber weisen wir die Schuld von uns und machen sogar Gott für die Ursache unserer Probleme verantwortlich. Doch wenn wir ehrlich vor Gott sind, werden wir zugeben, dass unser Herz „arglistig und verdorben“ ist. Wenn wir Ihm dann sagen: „Sei mir, dem Sünder, gnädig“, öffnet Er uns die Arme und wäscht uns rein in dem Blut seines Sohnes Jesus Christus (vgl. Jeremia 17,9; Lukas 18,13; 1. Johannes 1,7).
Damit verschwindet zwar nicht sogleich alles Leid, weder persönliche noch globale Not, aber es steht nichts mehr zwischen uns und Gott. Wir selbst „haben Frieden mit Gott“ (Römer 5,1), und werden erleben, dass Er unsere Gebete erhört.