
Jesus Christus kennenlernen - Er schweigt …
… wenn es um seine eigene Person geht. Seit langem wird Er von der religiösen Oberschicht gehasst und verfolgt. Sie klagen Ihn der Gotteslästerung an. Die folgende Verhaftung und die unsäglichen Gerichtsverhandlungen - vor dem Hohenpriester, dem Hohen Rat der Juden und dem römischen Statthalter - spotten jedem Rechtsempfinden. Verfahrensfehler, falsche Zeugen und unzulässige Beschuldigungen sind nur einige der Untaten dieser Unrechtsjustiz und führen zu einem unvergleichlichen Justizmord.
Wie kann man dazu schweigen? Warum verteidigt sich Jesus nicht? Es wäre Ihm doch ein Leichtes, jede dieser unsinnigen Anschuldigungen zu entkräften und die falschen Zeugen zu entlarven.
Doch der Sohn Gottes schweigt. Er schweigt zu den Lügen. Er schweigt, als man Ihn beschuldigt. Er schweigt, als man Ihn verspottet, verhöhnt und herausfordert. Petrus, der Apostel, der vieles davon aus nächster Nähe miterlebte, schreibt voller Bewunderung, dass Jesus sich ganz Gott ausgeliefert und nichts zu seiner eigenen Verteidigung unternommen hat. Nicht einmal, als die religiösen Oberen höhnisch sagten: „Er vertraute auf Gott, der rette ihn jetzt, wenn er ihn begehrt; denn er sagte: Ich bin Gottes Sohn“ (Matthäus 27,43).
Gerade hierin offenbart sich das Geheimnis des Kreuzes: Gott kann seinen Sohn nicht retten, wenn Er schuldige Menschen retten will. Denn Jesu Mission steht und fällt mit dem Tod am Kreuz, den Er unschuldig erduldet - stellvertretend für sündige Menschen. So empfängt jeder, der an Ihn glaubt, Vergebung und muss nicht mehr vor Gott ins Gericht treten. Und Gott hat Jesus gerechtfertigt, geehrt und verherrlicht: Am dritten Tag erweckte Er Ihn aus den Toten, und vierzig Tage später nahm Er Ihn in den Himmel auf. - Jesus lebt!