
Jesus Christus kennenlernen - Er überfordert nicht
Das Passahfest in Jerusalem steht vor der Tür. Es ist eine ereignisreiche Woche für Jesus: Einerseits erfährt Er begeisterte Zustimmung, andererseits aber auch mörderischen Hass.
Über dem Gottessohn und seinen Jüngern brauen sich bedrohlich dunkle Wolken zusammen. In dieser Situation reserviert Jesus einige Stunden für sich und seine Jünger. „Mit Sehnsucht habe ich mich gesehnt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide“, sagt Er zu ihnen (Lukas 22,15). Und dann gibt Er ihnen etwas Neues, das weit über das Passahmahl hinausgeht, welches an die Befreiung der Israeliten aus Ägypten erinnert. Es ist das Abendmahl (Gedächtnismahl), das die Jünger Jesu von nun an zur Erinnerung an seinen Tod feiern sollen.
Der Jünger Johannes berichtet ausführlich über die Abschiedsreden Jesu in diesen letzten Stunden. Der Herr Jesus wird bald zu seinem Vater im Himmel zurückkehren; die Jünger dagegen sollen in dieser Welt ihren Mann stehen und ihren Auftrag erfüllen. Darauf bereitet Er sie nun vor, wobei Er sich sehr bewusst ist, wie wenig sie begreifen. Jesus hat ihnen noch so viel zu sagen. Doch Er weiß, dass seine verängstigte und verunsicherte Jüngerschar das jetzt noch gar nicht aufnehmen und verarbeiten kann. Deshalb hat er einen wunderbaren Trost für sie: Vom Himmel aus wird Er ihnen den Heiligen Geist Gottes senden, der in ihnen wohnen und sie alles lehren wird, was sie jetzt noch überfordert. Der Heilige Geist wird sie mit allem vertraut machen, was Jesus betrifft und was sich in der Zukunft ereignen wird. Mit der Sendung des Heiligen Geistes bricht etwas Neues an: die Gnadenzeit, die Zeit der Versammlung (Gemeinde).