Do Donnerstag
10.
Sep September
Aus seinem Rachen gehen Fackeln, sprühen feurige Funken hervor. Aus seinen Nüstern fährt Rauch wie aus einem siedenden Topf und aus brennenden Binsen. Sein Hauch entzündet Kohlen, und eine Flamme fährt aus seinem Rachen.
Hiob 41,11–13

Ein feuerspuckender Drache

Das hier beschriebene feuerspeiende Tier ist ein Leviatan, ein Drache. Leider kennen wir heute kein einziges Wirbeltier mehr, das diese Fähigkeit besitzt.

Das einzige bekannte Tier mit einer vergleichbaren Fähigkeit ist der Bombardierkäfer. Er besitzt spezielle Drüsen, die zwei hochreaktive Substanzen produzieren. Wird er angegriffen, spritzt er diese Chemikalien in die Explosionskammer, die mit einer dicken Schutzschicht versehen ist. Dort fügt er genau zum richtigen Zeitpunkt Enzyme hinzu, die die Reaktion beschleunigen. So kann der Käfer eine Explosion auslösen, bei der eine Temperatur von über 100 Grad Celsius entsteht. Das heiße, ätzende Gasgemisch verspritzt er aus seinem Hinterleib, sogar über seinen Kopf hinweg.

Genial, nicht wahr? Denn für eine solche Explosion sind verschiedene Komponenten erforderlich: zur Herstellung, zur sicheren Lagerung, zur kontrollierten Zündung und gezielten Freisetzung des Gemischs. Außerdem muss sich der Käfer selbst schützen - innerlich und äußerlich. Es erscheint unmöglich, dass so viele verschiedene Komponenten zufällig, gleichzeitig und von allein entstanden sein sollen, zumal sie einzeln nutzlos wären.

Das im Tagesvers beschriebene Tier könnte ein ähnliches System verwendet haben. Sollte es sich dabei tatsächlich um einen Dinosaurier handeln - wofür einiges spricht -, dann müssten Mensch und Tier zur gleichen Zeit gelebt haben! Denn Gott stellt Hiob diesen „König über alle wilden Tiere“ (Kap 41,26) nicht als ausgestorben, sondern als reale und bekannte Bedrohung seiner Zeit dar.

Lesen Sie dazu einmal Hiob 40,25 bis 41,26!