Di Dienstag
8.
Sep September
Kain ging weg vom Angesicht des HERRN.
Kann sich jemand in Schlupfwinkeln verbergen, und ich sähe ihn nicht?, spricht der HERR.
1. Mose 4,16; Jeremia 23,24

Das Auge Gottes

Vielen sind sie bekannt: Kain und Abel aus der Bibel. Die beiden sind Brüder, die ältesten Söhne des ersten Menschenpaars Adam und Eva.

Eines Tages bringen sie Gott ein Opfer dar. Kain ist Ackerbauer und bringt Gott von den Früchten seines Ertrags. Abel ist Schafhirte und opfert Gott einige seiner besten Tiere samt ihrem Fett. Abels Opfer nimmt Gott an, während Er Kains Opfer zurückweist. Aus Neid auf seinen Bruder Abel entwickelt Kain einen so tiefen Hass, dass er ihn schließlich erschlägt.

Gott stellt Kain daraufhin zur Rede. Aber Kain antwortet Ihm trotzig und sieht seine Schuld nicht ein. Er wendet sich von Gott ab und verfolgt seinen eigenen Weg. Glaubt er wirklich, dass die Sache damit erledigt ist? Dass Gott ihn nun aus den Augen verliert? Die Stimme seines Gewissens wird er auf diese Weise jedenfalls nicht zum Schweigen bringen!

Viele Menschen reden sich ein, es gäbe keinen Gott. Denn wenn es Ihn gäbe, müssten sie Ihm ja eines Tages Rechenschaft über ihr Leben ablegen - weil Gott natürlich ihr ganzes Leben kennen würde, sonst wäre Er ja nicht Gott!

Aber ob man nun an die Existenz Gottes glaubt oder nicht: Es ändert nichts an der Tatsache, dass es Gott tatsächlich gibt. Gott ist unsichtbar, aber allgegenwärtig. Er sieht jeden Menschen, und Er kennt jede Tat, ja sogar jeden Gedanken. Das kann Angst machen!

Doch diese Sicht ändert sich grundlegend für den, der Jesus Christus als seinen Erlöser annimmt. Von da an ist Gott nicht mehr Ankläger und Richter, sondern ein liebender Vater. Dann ist man glücklich, ständig unter seinem gütigen Auge zu leben.