Do Donnerstag
3.
Sep September
Gott der Herr bildete den Menschen, Staub vom Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch wurde eine lebendige Seele.
1. Mose 2,7

Der Mensch

Als Gott die Pflanzen schuf, sprach Er: „Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringe, Fruchtbäume, die Frucht tragen nach ihrer Art!“ Bei der Erschaffung der Vögel und der Wassertiere sagte Er: „Es sollen die Wasser wimmeln vom Gewimmel lebendiger Wesen, und Vögel sollen über der Erde fliegen!“ Und bei den Landtieren sprach Er: „Die Erde bringe lebendige Wesen nach ihrer Art hervor: Vieh und kriechende Tiere und Tiere der Erde nach ihrer Art!“

Als es aber um den Menschen ging, sprach Gott: „Lasst uns Menschen machen in unserem Bild, nach unserem Gleichnis; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!“ (1. Mose 1,9–31).

Unabhängig von sämtlichen wissenschaft­lichen Diskussionen bleibt festzuhalten, dass die Heilige Schrift versichert: Der Mensch ist als ein besonderes Wesen geschaffen worden.

„Und der Mensch wurde eine lebendige Seele“, präzisiert un­ser Tagesvers. Diese lebendige Seele unterscheidet sich von der Seele der Tiere (Kap. 1,30). Die der Erde entnommene Materie, die dem Menschen und den anderen Lebewesen gemeinsam ist, erhält hier einen besonderen, göttlichen Hauch: den „Odem des Lebens“. Das verleiht dem Menschen Fähigkeiten, die ihn von den Tieren unterscheiden. Sie spiegeln bestimmte göttliche Eigen­schaften wider. Und wenn der mensch­liche Körper zur Erde zurückkehrt, „kehrt der Geist zu Gott zurück, der ihn gegeben hat“ (Prediger 12,7). Diese Beziehung zwischen dem Menschen und seinem Schöpfer bringt eine Verantwortlichkeit mit sich, die der Mensch freilich leugnen möchte, weil er von Gott unabhängig sein will. Der Mensch aber ist verantwortlich und kann sich dieser Verantwortung nicht entziehen.