
Das große Gastmahl (2)
Zuerst waren die ehrenwerten Bürger zum großen Festmahl eingeladen worden, doch sie hatten die Einladung ausgeschlagen. Da sandte der Hausherr in diesem Gleichnis seinen Diener erneut aus. Doch wen sollte er jetzt ansprechen? Arme und Krüppel, Lahme und Blinde! - Kann das denn wahr sein? Will dieser reiche Mann wirklich solche Leute bei sich haben? - Ja, der Hausherr wollte es so!
Diejenigen, die zuerst eingeladen worden waren, hatten sich als unwürdig erwiesen, am Festmahl teilzunehmen: Unter einem Vorwand hatten sie es abgelehnt zu kommen, und zeigten damit, dass ihnen der Gastgeber nichts bedeutete. Der Hausherr sehnte sich jedoch nach Gästen, die seine Herzensgüte schätzen und seine Einladung gern annehmen würden. Sein Haus sollte voll werden. Daher sollte der Bote diese bedauernswerten Menschen sogar „nötigen“, wenn sie sich vor ihm scheuen würden.
Auch heute haben manche Menschen kein Interesse an Gott und an der Gemeinschaft mit Ihm, und gehen an seiner Güte achtlos vorüber. Sie bringen zwar Entschuldigungen vor, aber die zählen vor Gott nicht.
Deshalb gilt die Einladung Gottes - wie in unserem Gleichnis - ausdrücklich den Armen und Bedürftigen, also den Menschen, die wissen, dass sie vor Gott gar nichts vorweisen können … außer ihre Sünden! Sie fühlen, dass sie auf dem Weg ins Verderben sind und sich selbst nicht retten können. Sie alle sind eingeladen, mit ihrer Lebensschuld zu Gott zu kommen, sie Ihm zu bekennen und dann voll Freude an seinem „Festmahl“ teilzunehmen.