Do Donnerstag
13.
Aug August
Jeder aber wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.
Jakobus 1,14.15

Sklaven der Sünde?

Die Sarracenia purpurea (Rote Schlauchpflanze) ist eine fleischfressende Pflanze mit Blättern, die wie Kannen geformt und mit abwärts gerichteten Härchen ausgestattet sind. Diese Härchen verhindern, dass gefangene Insekten entkommen.

Angezogen von dem süßen Duft, lässt sich eine Wespe auf den oberen Rand nieder und beginnt, sich an den Tropfen, die sie dort findet, gütlich zu tun. Nach und nach wagt sie sich immer weiter in die verlockende Kanne hinein.

Wenn die Wespe jedoch die Pflanze wieder verlassen will, stehen ihr die Härchen entgegen und halten sie gefangen. Sie kämpft vergeblich und fällt schließlich erschöpft in die Flüssigkeit am Boden der „Kanne“, von der sie genüsslich getrunken hatte - und ertrinkt. Schließlich wird sie von den Enzymen und den Säuren in der Flüssig­keit „verdaut“.

Ganz ähnlich verhält es sich mit sündigen Verlockungen. Auf den ersten Blick anziehend, bieten sie scheinbar harmlose Freuden. Man probiert, will mehr und mehr - im festen Glauben, jederzeit aufhören zu können. Doch unmerklich überschreitet man die Grenze. Das Gewissen verstummt gegenüber der Stimme Gottes. Aus dieser Falle gibt es kein Entkommen aus eigener Kraft.

Die Sünde ist eine beherrschende Macht, die die Menschen gefangen hält. „Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Knecht“, sagt die Bibel in Johannes 8,34. Doch wie kann man sich ihrem Machtbereich entziehen? Nur indem man stirbt - nicht köperlich, sondern geistlich. Darum starb Jesus Christus am Kreuz. Sein Tod wird jedem angerechnet, der an Ihn glaubt. So stirbt er der Sünde und ist frei.

„Wenn nun der Sohn Gottes euch frei macht, werdet ihr wirklich frei sein“ (Johannes 8,36).