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20.
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Was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?
Markus 10,17

Wie gut muss mein Leben sein? (1)

Jahrelang dachte ich, dass ein Mensch gut sein müsse, um in den Himmel zu kommen. So hatte ich es als Kind gelernt: Tu alles Gute und lebe gut, dann kommst du in den Himmel. Wenn du aber Böses tust und ein schlechtes Leben führst, dann straft Gott dich und du gehst in die Hölle. - Vor diesem strafenden Gott und der Hölle fürchtete ich mich sehr; ich wollte doch gern in den Himmel kommen!

Später erzählten mir einige Leute, ich müsse alles aufgeben, was ich besitze, wenn ich in den Himmel kommen wolle. Das tat ich dann auch, so gut es ging; doch Frieden fand ich dadurch nicht. Ich verließ diese Gruppe und suchte weiter.

Durch allerlei Einflüsse von Menschen, die meinen Weg kreuzten, und durch die Bücher, die ich las, entfernte ich mich immer weiter von dem wahren Gott. Ich dachte nun, ich müsse mich selbst aufgeben, mein Ich verlieren. Ich müsse von der Bindung an diesen Körper befreit werden, dann würde ich wirklich frei sein. Und so versuchte ich alles, um mich von mir selbst zu befreien. Ich nahm Drogen, ich fastete und meditierte, ich gab vieles auf. - Doch auf diese Weise ging es nur noch weiter bergab mit mir. Schließlich bestand mein Leben nur noch aus nutz­losem Herumliegen und Unmoral.

Da rief ich eines Tages zu Gott: Lass mich bitte nicht in diesem Zustand sterben; so kann ich nicht vor Dir erscheinen! - Und an diesem Tag fand ich tatsächlich die Kraft, mit den Drogen Schluss zu machen. Langsam ging es mir dann etwas besser. Nun tue ich also das Gute, dachte ich: kein Alkohol, keine Drogen mehr. So wird Gott mich wohl haben wollen. Jetzt lebe ich endlich anständig. (Schluss folgt)