
Jesus Christus kennenlernen - Er wird verwandelt
Die Menschen in Jesu Heimatstadt kennen Ihn zum Teil von Kind an. Für sie ist Er lediglich der Sohn des Zimmermanns. Sie sind nicht bereit, in Jesus etwas anderes zu sehen, und feinden Ihn wegen seiner Predigten an (vgl. Lukas 4,16-30). Jesu Auftreten ist bescheiden. Zusammen mit den zwölf Aposteln zieht Er durch das Land, predigt, heilt, hilft und vollbringt Wunder. Gleichzeitig lehnt Er jedes Populärsein ab, zieht sich zurück, wenn die Begeisterung für Ihn zu groß wird oder in die falsche Richtung geht. Demütig und immer in der Nähe zu Gott lebt Er unter seinen Zeitgenossen. Nur selten wird seine andere Seite, seine Herrlichkeit als Sohn Gottes, sichtbar. Doch jetzt kommt solch ein Moment.
Jesus steigt mit seinen Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes auf einen hohen Berg. Matthäus, der dieses Ereignis beschreibt, kann nur in Bildern ausdrücken, was mit Jesus geschieht: Sein Gesicht leuchtet wie die Sonne und seine Kleider strahlen in reinem Weiß. Ein überwältigender Anblick! Plötzlich erscheinen Elia und Mose aus der jenseitigen Welt und sprechen mit Jesus. Diesen Moment möchte Petrus unbedingt festhalten und schlägt vor, drei Hütten zu bauen - eine für Jesus, eine für Mose und eine für Elia. Hat er denn immer noch nicht begriffen, wer Jesus wirklich ist, dass er Ihn auf eine Stufe mit Mose und Elia stellt? Sieht er nicht seine strahlende Verwandlung? Deshalb greift Gott persönlich ein. Die Schechina, eine leuchtende Wolke, die bereits im Alten Testament Gottes Gegenwart anzeigte, erscheint - und aus der Wolke ertönen die Worte: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; ihn hört“ (Matthäus 17,5). Die Jünger sind erschrocken und überwältigt. Als das Erlebnis vorüber ist, sehen sie „nur“ noch Jesus. Und das ist auch richtig so! Jesus allein.