So Sonntag
28.
Jun Juni
Und er nahm einen Kelch, dankte und gab ihnen diesen; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Dies ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird. Wahrlich, ich sage euch, dass ich nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde bis zu jenem Tag, wenn ich es neu trinke in dem Reich Gottes. Und als sie ein Loblied gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.
Markus 14,23–26

Gedanken zum Markus-Evangelium

Der Herr Jesus hat das Passahfest unterbrochen und sein Gedächtnismahl eingeführt. Wie gern hätten wir gehört, wie Er für Brot und Kelch dankte oder zumindest den Inhalt dieser Dankgebete erfahren. Doch Gott schweigt darüber - gewiss mit gutem Grund. Es bestünde sonst die Gefahr, das Abendmahl zu einer reinen Form werden zu lassen. Gott will, dass seine Erlösten bei dieser Gelegenheit mit ganzem Herzen dabei sind. Dank und Lobpreis können durch spontane Gebete oder gemeinsame Loblieder ausgedrückt werden - so wie es hier bei der Einsetzung des Mahls geschah.

Wie der Herr dem Brot seine Bedeutung gibt, so tut Er es auch mit dem Kelch, der offensichtlich mit Wein gefüllt war. Dieser Kelch symbolisiert sein Blut, das für viele vergossen wurde. Dabei denken wir nicht zuerst an das Blut, das durch Körperverletzung austrat, sondern an seine freiwillige Hingabe bis in den Tod: „… wie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat.“ Wie glücklich sind alle, die durch das Blut Jesu von ihren Sünden gewaschen sind (Epheser 5,2; Offenbarung 1,5).

Das Blut Jesu ist die Grundlage jeglichen Se­gens - im Himmel und auf der Erde. Dazu gehört auch der neue Bund, den Gott in Zukunft mit Israel schließen wird. Gläubige Christen besitzen bereits heute die Segnungen dieses Gnaden­bunds: Wiedergeburt, Erkenntnis und Sünden­vergebung (vgl. Hebräer 8,10–12). Da bleibt nur eins: von Herzen danken.