
Der verhinderte Selbstmord
Mel Trotter war Alkoholiker. Obwohl er es seiner Frau immer wieder versprochen hatte, gelang es ihm nicht, mit dem Trinken aufzuhören.
Am Tag der Beerdigung seines zweijährigen Sohnes kommt er sturzbetrunken nach Hause. Als ihm das bewusst wird, ist er so verzweifelt, dass er plant, sich im nahe gelegenen Michigansee zu ertränken. Er wählt den 19. Januar 1897 für seinen Selbstmord. Auf dem Weg zum See hört er Gesang aus einem Saal und schaut neugierig durch die Tür. Dort steht ein Prediger, der sich gerade vorstellt: „Liebe Zuhörer, ich bin ein ehemaliger Alkoholiker. Jesus Christus hat mich befreit. Nicht mehr der Alkohol, sondern Jesus, der Sohn Gottes, bestimmt nun mein Leben. Heute Abend möchte ich gern erzählen, wie es dazu kam.“
Mel Trotter hört gebannt zu. Die Predigt berührt ihn so sehr, dass er sich noch am selben Abend zu Jesus Christus bekehrt und sich sogar die Uhrzeit merkt: 21:10 Uhr. Der Tag seines geplanten Selbstmords wird zum Tag seiner Erlösung!
Drei Jahre später gründet er ein Hilfswerk für Alkoholiker und deren Familien. In den folgenden vier Jahren eröffnen Mel und seine beiden Brüder sechzig ähnliche Zentren in den gesamten USA. Während des Ersten Weltkriegs entsteht zusätzlich ein Missionswerk unter den amerikanischen Soldaten, die nach Europa geschickt werden, und diese Arbeit wird im Zweiten Weltkrieg fortgesetzt.
Heute kümmert sich die von Mel Trotter gegründete Organisation um Kinder und Jugendliche, insbesondere aus sozial schwachen Familien. Jedes Jahr werden Millionen von Mahlzeiten ausgegeben, und Hunderten von Menschen wird Unterkunft und Beschäftigung geboten. Ihr Leitspruch lautet: „ONLY JESUS SAVES“ (Nur Jesus rettet).