
Wohlklang
Carl Bechstein wurde heute vor 200 Jahren in Gotha geboren. Seine Karriere als Klavierbauer begann er in Frankreich und England, bevor er nach Berlin zurückkehrte und dort 1853 seine eigene Klavierfabrik gründete.
Bechstein stellte höchste Ansprüche an sich selbst: Er wollte Instrumente entwickeln, die den extremen Anforderungen der Virtuosen seiner Zeit, wie Franz Liszt, standhalten konnten.
Sein Streben nach Qualität zahlte sich aus: Schon bald fanden sich Bechstein-Klaviere in zahlreichen Konzertsälen wieder. Besonders bekannt wurde die Marke durch ihre Beliebtheit bei Königshäusern, darunter auch bei Königin Victoria von Großbritannien.
Die C. Bechstein Pianofortefabrik expandierte schnell. Bis heute zählen Bechstein-Flügel und Klaviere zu den besten weltweit.
Doch was ist das Geheimnis dieser Erfolgsgeschichte? Viele Faktoren greifen hier ineinander - von der sorgfältigen Auswahl und teils eigenen Entwicklung der Materialien über die genaue Prüfung aller Komponenten bis hin zur kontinuierlichen Forschung an Spielbarkeit und Klangqualität. Viele qualifizierte und motivierte Mitarbeiter arbeiten daran, einen charakteristischen Wohlklang zu schaffen, der Spieler und Hörer gleichermaßen begeistert.
Ein wenig ähnlich hat sich Jesus Christus das „Zusammenspiel“ und den „Zusammenklang“ seiner Nachfolger vorgestellt: keine Kakophonie von Stimmen, weil jeder seine eigenen Interessen verfolgt, sondern - wie Paulus schreibt - ein gemeinsames Streben nach dem, was „wohllautet“. Christen sind berufen zu Liebe und Frieden - und genau so kann ein „Wohlklang“ für Gott und Menschen entstehen.