
Gedanken zum Markus-Evangelium
Die Jünger haben den Herrn Jesus gefragt, wo Er das Passah essen möchte. Die Antwort Jesu mag uns überraschen: Anstatt eine konkrete Adresse zu nennen, weist Er sie an, einem Menschen mit einem Wasserkrug zu folgen, der ihnen den Weg zeigen wird. Offensichtlich sollen sie Schritt für Schritt erleben, wie seine Worte sich erfüllen.
Auch heute gebraucht der Herr oft Menschen, um uns den Platz zu zeigen, wo Er in der Mitte seiner Jünger ist (vgl. Matthäus 18,20). Es sind Gläubige, die mit dem „Wasser“ - einem Bild für das reinigende Wort Gottes - vertraut sind.
Der Herr Jesus besaß kein eigenes Haus, in das Er seine Jünger hätte einladen können. Von Geburt an lebte Er in Armut und blieb ein Fremder in der Welt. Doch den Raum, wo das Passah gefeiert werden soll, nennt Er „mein Gastzimmer“. Als Sohn Gottes hat Er Anspruch darauf - und zugleich ist Er der Gastgeber.
Kannte der Eigentümer des Gastzimmers den Herrn und gehörte er vielleicht sogar zu seinen Jüngern? Vermutlich, denn sonst hätte Jesus nicht als „Lehrer“ zu ihm gesprochen. Der Hausbesitzer war jedenfalls nicht überrascht - er hatte den „Festsaal“ bereits bequem eingerichtet.
Wie fürsorglich und gütig zeigt sich der Herr hier gegenüber seinen Jüngern! Sie vertrauen Ihm und gehorchen seinem Wort - und werden nicht enttäuscht.