So Sonntag
31.
Mai Mai
Geht hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der einen Krug Wasser trägt; folgt ihm, und wo irgend er hineingeht, sprecht zu dem Hausherrn: Der Lehrer sagt: Wo ist mein Gastzimmer, wo ich mit meinen Jüngern das Passah essen kann? Und dieser wird euch ein großes Obergemach zeigen, mit Polstern belegt und fertig; und dort bereitet es für uns. Und die Jünger gingen weg und kamen in die Stadt und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte; und sie bereiteten das Passah.
Markus 14,13–16

Gedanken zum Markus-Evangelium

Die Jünger haben den Herrn Jesus gefragt, wo Er das Passah essen möchte. Die Antwort Jesu mag uns überraschen: Anstatt eine konkrete Adresse zu nennen, weist Er sie an, einem Menschen mit einem Wasserkrug zu folgen, der ihnen den Weg zeigen wird. Offensichtlich sollen sie Schritt für Schritt erleben, wie seine Worte sich erfüllen.

Auch heute gebraucht der Herr oft Menschen, um uns den Platz zu zeigen, wo Er in der Mitte seiner Jünger ist (vgl. Matthäus 18,20). Es sind Gläubige, die mit dem „Wasser“ - einem Bild für das reinigende Wort Gottes - vertraut sind.

Der Herr Jesus besaß kein eigenes Haus, in das Er seine Jünger hätte einladen können. Von Geburt an lebte Er in Armut und blieb ein Fremder in der Welt. Doch den Raum, wo das Passah gefeiert werden soll, nennt Er „mein Gastzimmer“. Als Sohn Gottes hat Er Anspruch darauf - und zugleich ist Er der Gastgeber.

Kannte der Eigentümer des Gastzimmers den Herrn und gehörte er vielleicht sogar zu seinen Jüngern? Vermutlich, denn sonst hätte Jesus nicht als „Lehrer“ zu ihm gesprochen. Der Hausbesitzer war jedenfalls nicht überrascht - er hatte den „Festsaal“ bereits bequem eingerichtet.

Wie fürsorglich und gütig zeigt sich der Herr hier gegenüber seinen Jüngern! Sie vertrauen Ihm und gehorchen seinem Wort - und werden nicht enttäuscht.