
Jesus Christus kennenlernen - Unterricht im Sehen
Jesus gibt seinen Zuhörern anschaulichen Praxisunterricht: „Schaut euch die Vögel an, betrachtet die Gräser, die Lilien und andere Blumen des Feldes. Schaut euch die Getreidefelder an, seht die reife Ernte.“ Die Vogelwelt oder der wunderschöne Mini-Kosmos einer wilden Blumenwiese - diese Vielfalt und Schönheit im Kleinen lädt zum Staunen ein!
Jesus weist seine Zuhörer darauf hin, dass selbst die vergängliche Feldlilie, die von der ärmeren Bevölkerung als Brennmaterial verwendet wurde, von Gott so wunderschön bekleidet ist, dass kein von Menschen geschneidertes Gewand damit konkurrieren kann. „Darum, schaut hin!“, fordert uns Jesus auf.
Denn um zu lernen und zu verstehen, braucht es zunächst aufmerksames Sehen und Erkunden. Gott, der Schöpfer, hat in seiner Schöpfung zahlreiche Hinweise hinterlassen, die eine lebendige Sprache sprechen und auf Ihn hindeuten. Wir sollen aus dem Gesehenen auch die richtigen Schlüsse für das eigene Leben ziehen.
Wie oft sorgen wir uns unnötig um alltägliche Bedürfnisse und rechnen nicht damit, dass Gott für uns sorgt! Die Vögel leben unbekümmert und die Lilien sind herrlich gekleidet - wie viel mehr sollten wir uns Gottes liebender Fürsorge anvertrauen! Erst wenn wir erfassen, wie Gott sich offenbart hat - in der Schöpfung und in seinem Sohn -, beginnen wir wirklich klarzusehen. Wer Jesus Christus näher betrachtet und in Ihm den Retter erkennt, dem werden die Augen geöffnet: „von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott“ (Apostelgeschichte 26,18). Wer Ihn hingegen ausblendet, lebt an der Realität von Leben und Tod, Himmel und Hölle vorbei.