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Mai Mai
Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was irgend er tut, das tut auch in gleicher Weise der Sohn. ... Ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
Johannes 5,19.30

Jesus Christus kennenlernen - Von Gott abhängig

Der Streit mit den religiösen „Fachleuten“ in Israel zieht sich wie ein roter Faden durch den Dienst Jesu. Worum geht es dieses Mal?

„Tatort“ Jerusalem, es herrscht Festzeit, viele Besucher sind da. Doch etwas außerhalb der feiernden Menge tut sich eine andere Szene auf, das „Sanatorium“ von Jerusalem. Hier liegen in mehreren Hallen Kranke, Gehandicapte, Elende und Schmerzgeplagte. Denn dem Wasser des Teichs Bethesda, der inmitten der Säulenhallen liegt, wird heilende Wirkung zugeschrieben (vgl. Johannes 5,1–4).

Jesus wendet sich einem gelähmten oder zumindest stark gehbehinderten Kranken zu, der schon 38 Jahre dort liegt, und macht ihn gesund.

Der Mann steht auf, nimmt seine Liegematte und verlässt das „Sanatorium“. Doch dann wird er von der „Religionspolizei“ gestoppt. Anstatt sich zu freuen, dass jemand gesund geworden ist und diesen Ort der Schmerzen verlassen kann, tadeln sie den Geheilten: „Es ist Sabbat, du darfst dein Bett nicht tragen!“ „Der Mann, der mich gesund gemacht hat, sagte aber, dass ich meine Matte nehmen und die Hallen verlassen soll.“ „Wer war das?“, fragen sie erzürnt.

Ah, ja, Jesus. Die frommen Leute stellen Ihn zur Rede. Jesus stellt klar, dass Er einzig seinem himmlischen Vater, Gott, verantwortlich ist und nur das tut, was Ihm sein Vater aufträgt. Sein Vater und Er selbst agieren bis heute, erklärt Er. Der Sohn macht sich völlig abhängig von dem Willen des Vaters; und dieser Wille ist immer gut. Ständig steht Er in engster Beziehung zu seinem Vater. Und diese Abhängigkeit macht Jesus völlig unabhängig von der Meinung der Menschen, selbst wenn Ihn das in Todesgefahr bringt.