
Rechenschaft ablegen
Viele Sünden unterliegen nicht der menschlichen Gerichtsbarkeit, z. B. Hochmut, Egoismus, Habgier und viele Formen der Unmoral. Strafbare Vergehen wie Lügen, zu schnelles Fahren oder Ladendiebstahl werden zwar häufig begangen, bleiben jedoch oft der Justiz verborgen.
In einem amerikanischen Supermarkt wurde ein Schild mit der Aufschrift: „Pass auf, Gott sieht dich!“ aufgehängt. Interessanterweise sank die Zahl der Diebstähle daraufhin deutlich.
Menschlichen Gesetzen kann man entwischen, der Gerechtigkeit Gottes jedoch nicht. „Kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles ist bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben“ (Hebräer 4,13). Ja, Gott nimmt all unsere Verfehlungen zur Kenntnis und „notiert“ sie. Wenn wir seine Aufzeichnungen einsehen könnten, wären wir sicherlich erschrocken! David wusste darum und schrieb: „Herr, du hast mich erforscht und erkannt! … Du verstehst meine Gedanken von fern. … Du bist vertraut mit allen meinen Wegen. Denn das Wort ist noch nicht auf meiner Zunge, siehe, Herr, du weißt es ganz“ (Psalm 139,1–4).
Kann die göttliche Liste meiner bösen Gedanken, Worte und Taten irgendwie gelöscht werden? Ja, das ist möglich! Die Lösung kommt von Gott: „Ich, ich bin es, der deine Übertretungen tilgt ...; und deiner Sünden will ich nicht mehr gedenken.“ Doch auf welcher Grundlage kann Er das tun? Er ist doch heilig und vollkommen gerecht! Richtig, aber „Er hat uns geliebt und seinen Sohn gesandt als Sühnung für unsere Sünden.“ Von seiner Seite ist alles getan! (Jesaja 43,25; 1. Johannes 4,10).
Und was muss ich tun? David wusste es: „Ich tat dir meine Sünde kund und habe meine Ungerechtigkeit nicht zugedeckt … und du hast die Ungerechtigkeit meiner Sünde vergeben“ (Psalm 32,5). So kann ich getrost vor Gottes Richterstuhl treten.