Mo Montag
13.
Apr April
Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.
Römer 3,22–24

Der Römerbrief …

… entstand auf der dritten Missionsreise von Paulus, kurz vor seiner Abreise nach Jerusalem, also um das Jahr 58 n. Chr.

Nach einer kurzen Einleitung kommt Paulus sofort zu einer grundlegenden Feststellung: Jeder Mensch hat gesündigt und nichts anderes zu erwarten als das gerechte, ewige Gericht Gottes, die Verdammnis. Dann aber stellt er die Erlösung vor, „die in Christus Jesus ist“ (Kap. 1,18-5,11).

Anschließend macht Paulus deutlich, dass der Mensch nicht nur gesündigt hat, sondern von Natur aus ein Sünder ist. Doch durch den Tod Jesu ist der Glaubende befreit von der Macht der Sünde und dem Gesetz vom Sinai - auch wenn er weiterhin spürt, dass in ihm noch die Sünde wohnt (Kap. 5,12-7,25). Kapitel 8 sagt, dass der Gläubige ein Kind, Sohn und Erbe Gottes ist, eine wunderbare Hoffnung hat und schon jetzt die Liebe Gottes in jeder Lebenslage erfahren kann.

Die Kapitel 9-11 bilden eine Einschaltung, in der Paulus beschreibt, dass Israel, das Volk Gottes, eine Zeit lang beiseitegestellt ist, aber in Zukunft vollständig wiederhergestellt und Gottes Volk sein wird. Ab Kapitel 12 folgen zahlreiche prak­tische Hinweise für das Leben als Christ.

Der Römerbrief beantwortet die große Frage des Patriarchen Hiob: „Wie könnte ein Mensch gerecht sein vor Gott?“ (Hiob 9,2). Die systematische und klar gegliederte Darstellung der christ­lichen Lehre erinnert dabei mehr an eine Abhandlung als an einen persönlichen Brief.

Männer wie der Kirchenvater Augustinus (354-430) und der Reformator Martin Luther (1483-1546) erkannten durch das Lesen dieses Briefes, dass der Mensch allein durch den Glauben - nicht durch Werke - vor Gott gerechtfertigt wird.