
Jesus Christus kennenlernen - Jesus ist Arzt
Kapernaum am See Genezareth. Das Städtchen liegt zentral, so dass Händler von Norden und Osten sowie Geschäftsleute von der Küste die gut ausgebauten Straßen der Römer benutzen, die durch Kapernaum führen. Hier ist natürlich auch der römische Zoll vor Ort, verkörpert zum Beispiel durch den Zöllner Levi. Levi ist Jude. Brisant. Die stolzen Juden hassen nämlich diejenigen Leute aus ihrem eigenen Volk, die mit der römischen Besatzungsmacht kollaborieren. Zöllner, die für die Römer die Gebühren auf Güter und Waren eintreiben und sich dabei oft unrechtmäßig bereichern, sind geradezu zum Synonym für „Halunken“ und „Gesindel“ geworden. Und ausgerechnet einen Zöllner ruft Jesus in seine Nachfolge und hat mit ihm und dessen Kollegen Tischgemeinschaft.
Die religiöse Oberschicht ist alarmiert und empört. Sie verhören Jesu Jünger: „Warum isst euer Lehrer mit den Zöllnern und Sündern?“ Jesus kommt seinen Jüngern sofort zur Hilfe (siehe Tagesvers). Was meint Er mit dieser Aussage?
Niemand ist von Geburt an Christ oder folgt von jetzt auf gleich Christus nach. Zunächst muss Licht von Gott in ein Herz fallen, so dass ein Mensch erkennt, dass er Hilfe braucht, und beginnt, sich nach Veränderung zu sehnen. Und hier greift das Bild vom „Arztbesuch“, das Jesus benutzt.
Wer geht zum Arzt? Derjenige, der merkt, dass mit seinem Körper etwas nicht stimmt, der merkt, dass er Hilfe braucht. Und wer geht zu Gott und zu seinem Sohn Jesus Christus? Derjenige, dem klar wird, dass mit seinem Herz und seiner Seele, seiner moralischen Schaltzentrale etwas nicht stimmt. Und dass wirklich Gefahr droht und Rettung nötig ist. Nur wer einsieht, dass er es allein nicht schafft, wendet sich an den „Arzt“ Jesus und erfährt alle Hilfe, die er braucht!