
Gott existiert!
Wegen meines Glaubens an Jesus Christus wurde ich zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Bei meiner Ankunft im Gefangenenlager begrüßte ich die anderen Sträflinge mit den Worten: „Friede sei mit euch!“ Sofort rief jemand aus einer Ecke: „Bist du etwa Christ und glaubst an einen Gott?“ Als ich bejahte, spottete ein anderer: „Dann beweise uns, dass es Gott gibt! Wir sind der Abschaum der Gesellschaft. Wir haben nicht einmal Zigaretten! Wenn dein Gott uns welche gibt, wollen wir an Ihn glauben.“
Was sollte ich darauf antworten? Ich erklärte ihnen, dass unser Körper ein Geschenk Gottes sei und dass Rauchen ihm schade. Doch dann fasste ich plötzlich den Mut, hinzuzufügen: „Aber Gott will euch seine Liebe und Barmherzigkeit zeigen, indem Er euch Zigaretten gibt.“ Ich erschrak selbst über meine Worte, doch ich bat die Männer, sich zum gemeinsamen Gebet zu erheben. Erst lachten sie, doch als ich begann zu beten, wurde es still. Obwohl wir zu vielen zusammen waren, herrschte eine erstaunliche Ruhe.
Wir beteten etwa eine Viertelstunde. Dann erklärte ich: „Das Gebet ist beendet, ihr könnt euch wieder setzen.“ Genau in diesem Moment öffnete sich die Tür und ein Wärter warf ein Paket Zigaretten herein.
„Gott existiert!“, riefen die Gefangenen. „Er hat unser Gebet erhört! Es gibt Ihn wirklich!“
Ich war überwältigt und tief bewegt, dass Gott in seiner großen Freundlichkeit auch einmal ein solches Gebet erhörte und so unmittelbar beantwortete. Diese Erfahrung zeigte mir, dass Er mich auch hier hinter den Gefängnismauern gebrauchen wollte, um sein Evangelium zu verbreiten. Viele meiner Mitgefangenen begannen daraufhin, ihr sündiges Leben zu verurteilen - und nahmen Jesus Christus als ihren Retter an.
Alexander Ogorodnikov