Fr Freitag
20.
Mär März
Jesus spricht zu ihnen: Was überlegt ihr dies in euren Herzen? Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind vergeben, oder zu sagen: Steh auf, nimm dein Bett auf und geh umher?
Markus 2,8.9

Jesus Christus kennenlernen - Er weiß alles

Sie sind durchschaut, die frommen Leute in Israel! Jesus kann hinter ihren glatten Stirnen in ihren oft krausen Gedanken lesen wie in einem Buch.

Was ist geschehen? Pharisäer und Schriftgelehrte aus der ganzen Umgebung von Kapernaum und sogar aus Jerusalem und Judäa sind gekommen, um den Rabbi Jesus, der viel von sich reden macht, zu „begutachten“ (vgl. Lukas 5,17). Was sie hier erleben, ist eindrucksvoll: Menschen werden geheilt. Offensichtlich ist die Kraft Gottes am Werk, so dass es für die frommen Männer nichts „auszusetzen“ gibt - bis es zu einem unvorhergesehenen Zwischenfall kommt. Vier Männer wollen ihren gelähmten Freund zu Jesus bringen, doch an der Haustür ist kein Durchkommen. Aber die Männer sind kreativ. Sie öffnen das Flachdach und lassen den Gelähmten vor Jesu Füße hinunter. Jesus sieht ihren Glauben und sagt zu dem Kranken: „Kind, deine Sünden sind vergeben.“

Das ist überraschend. Für den Kranken und für die Begleiter. Für die Schriftgelehrten und Pharisäer ist es sogar höchst anstößig. Sie denken: Gotteslästerung! „Wer kann Sünden vergeben als nur einer, Gott?“ (Vers 7). Jesus weiß genau, was sie denken, und reagiert unmittelbar darauf (s. Tagesvers).

Und dann heilt Jesus den Kranken. Damit beweist Er (wieder einmal!), dass Er Gottes Sohn ist und darum auch Sünden vergeben kann. Doch die meisten der frommen Männer wollen das einfach nicht glauben.

Uns, den Lesern von heute, macht Jesus fast beiläufig klar: Die Vergebung der Sünden ist noch wichtiger als die körperliche Heilung. Denn nur wenn unsere Sünden vergeben sind, werden wir die Ewigkeit bei Gott verbringen.