So Sonntag
22.
Feb Februar
Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Betet aber, dass es nicht im Winter stattfinde; denn jene Tage werden eine Drangsal sein, wie sie seit Anfang der Schöpfung, die Gott schuf, bis jetzt nicht gewesen ist und nicht wieder sein wird. Und wenn nicht der Herr die Tage verkürzt hätte, so würde kein Fleisch errettet werden; aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er die Tage verkürzt.
Markus 13,17–20

Gedanken zum Markus-Evangelium

Schon der Prophet Jeremia kündigte die „Drangsal Jakobs“ an. Er schreibt: „Wehe, denn groß ist jener Tag, ohnegleichen, und es ist eine Zeit der Drangsal für Jakob! Doch er wird aus ihr gerettet werden“ (Jeremia 30,7).

Diese Drangsal ist eine Zeit des Gerichts, die über das Volk Israel kommen wird, weil es seinen Messias verworfen hat. Als Pilatus damals von dem „Blut dieses Gerechten“ sprach, antwortete die Volksmenge: „Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!“ (Matthäus 27,24.25). Wie schmerzlich ist es, wenn sich die Folgen dieser Worte erfüllen.

Gott ist gerecht - sein Gericht ist unabwendbar. Das „Wehe“ verdeutlicht, wie unerträglich die Drangsal sein wird - schlimmer als jede Katastrophe, die die Erde je erlebt hat. Doch selbst wenn Gott strafen muss, erweist Er großes Erbarmen. Deshalb werden die Jünger aufgefordert zu beten - Gott wird ihnen Erleichterung schenken, damit ihre Flucht gelingt. Zudem sorgt Er in jener Zeit dafür, dass trotz dieser großen Drangsal ein Überrest bewahrt bleibt: seine Auserwählten, die Gläubigen.

Nach dreieinhalb Jahren wird Christus als König der Könige erscheinen und seine Feinde vernichten. Dann werden die Gläubigen in sein Friedensreich eingehen und bekennen: „Es sind die Gütigkeiten des Herrn, dass wir nicht aufgerieben sind; denn seine Erbarmungen sind nicht zu Ende“ (Klagelieder 3,22).