
Redewendungen, die aus der Bibel stammen (3)
Als die Brüder Grimm 1812 ihr berühmtes Märchen „Schneewittchen“ veröffentlichten, gaben sie der Prinzessin diesen niederdeutschen Namen, der auf Hochdeutsch „Schneeweißchen“ bedeutet. Er leitet sich von ihrer Haut ab, die „weiß wie Schnee“ ist. Seitdem steht dieser Ausdruck für die Unschuld und Reinheit eines Menschen.
Auch das heutige Bibelwort stellt die Reinheit des Menschen in den Mittelpunkt. In diesem Vers ruft Gott sein Volk durch den Propheten Jesaja auf, zu Ihm umzukehren. Durch ein Leben ohne Gott hatten sie Ihn verunehrt und schwere Schuld auf sich geladen. Doch es gab einen Ausweg: Wer zu Gott umkehrte, Ihn um Vergebung bat und sein böses Handeln aufgab, wurde reingewaschen. Das Schöne daran ist: Nach diesem Waschen bleibt nichts mehr von den dunklen Flecken der Sünde sichtbar. Nichts erinnert mehr an das, was Gott vergeben hat.
Ein Bild dafür finden wir in der Natur: Wenn die Landschaft von Schnee bedeckt ist, erscheint alles rein, hell und klar. Doch wenn der Schnee schmilzt, kommt alles, was darunter verborgen war, wieder zum Vorschein. Bei Gott ist das anders. Wenn Er vergibt, bleibt alles rein, hell und „weiß wie Schnee“. Keine Spur der Sünde bleibt vor Ihm bestehen. Diese Wahrheit wird im Neuen Testament ausdrücklich bestätigt: „Ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich [Gott] nie mehr gedenken.“
Was Gott einmal vergeben hat, wird Er nie mehr hervorholen. Wie glücklich ist jeder, der weiß: Mir sind „die Sünden vergeben um seines Namens willen“ (Hebräer 10,17; 1. Johannes 2,12).