Sa Samstag
3.
Jan Januar
Dein Wort ist Leuchte meinem Fuß und Licht für meinen Pfad.
Psalm 119,105

Auf exaktem Kurs

Schon zu Lebzeiten wird Gerhard Mercator (1512-1594) als Genie gefeiert. Geboren in der Nähe von Antwerpen, begeistert er sich schon früh für Geografie. Er saugt die Berichte der Seefahrer auf und wendet sich der Kartographie und dem Bau von Globen und Navigationsinstrumenten zu. Im Jahr 1541 präsentiert er sein eigenes Modell: Mit 41 Zentimeter Durchmesser ist sein Globus der bis dahin größte und genaueste seiner Art. Er lässt ihn in Serie produzieren und ist bald ein wohlhabender Mann.

Neun Jahre später siedelt er von seiner katholischen Heimat ins tolerantere Herzogtum Jülich-Kleve-Berg um. Er zieht nach Duisburg, richtet sich eine Werkstatt ein, wertet weiter akribisch Reiseberichte, Lotsenbücher und Vermessungsdaten aus. Dann - 1569 - legt er eine Weltkarte vor, die die gewölbte Gestalt der Erde in eine flache Karte verwandelt, wobei er eine Flächenverzerrung an den Polen in Kauf nimmt. Seeleute können seine Karte nun mithilfe eines Kompasses zur Bestimmung des exakten Kurses auf den Ozeanen verwenden.

Nach seinem Tod bringt sein Sohn das unvollendete, jedoch bereits weit über 100 Karten umfassende Werk heraus, an dem der Meister bis zuletzt gearbeitet hat: einen Atlas. Die nach Mercator benannte Projektionsmethode ist bis heute Grundlage des Karten- und Vermessungswesens.

So, wie die Karte von Mercator den Seeleuten half, den exakten Kurs auf dem Wasser zu bestimmen, so hilft die Bibel uns, den exakten Kurs zum Himmel einzuschlagen. Die Heilige Schrift ist von Gott selbst inspiriert, sie definiert das Ziel, beschreibt den Weg und zeigt Kurskorrekturen auf. Wer sich nach ihr richtet, erreicht ganz sicher das Ziel bei Gott.