Do Donnerstag
17.
Sep September
Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind vergeben, oder zu sagen: Steh auf, nimm dein Bett auf und geh umher?
Markus 2,9

Der Herr Jesus Christus hat einem gelähmten Mann gesagt: „Deine Sünden sind vergeben“ (V. 5). Bei einigen Schriftgelehrten regt sich Widerspruch im Herzen: Sünden vergeben? Das kann doch nur Gott!

Auf diese Gedanken antwortet Jesus mit der Frage in unserem Bibelwort. Diese Frage kann man aus zwei Perspektiven beantworten. Aus der Sicht der Menschen ist es viel leichter, zu sagen: „Deine Sünden sind vergeben“, als einem Lahmen zu befehlen: „Steh auf.“ Schließlich können wir nicht überprüfen, ob die Sünden wirklich vergeben sind. Doch ob ein Gelähmter plötzlich laufen kann, das ist leicht zu beobachten. Und die Aufforderung dazu wird niemand leichtfertig aussprechen. Sonst würde man ihn schnell als Betrüger entlarven.

Jesus, der Sohn Gottes, zeigt nun, dass Er wirklich die Vollmacht hat, Sünden zu vergeben. Wie zeigt Er das? Er befiehlt dem Gelähmten, aufzustehen, sein Tragbett aufzunehmen und nach Hause zu gehen. Und tatsächlich - das Wunder geschieht: Der gelähmte Mann kann seine Beine wieder gebrauchen.

Als Jesus Christus auf der Erde war, gebrauchte Er seine göttliche Kraft, um Kranke zu heilen. Er tat das nie leichthin, sondern mit tiefem Mitempfinden. Angesichts des menschlichen Elends war Er stets „innerlich bewegt“ (z. B. Kap. 1,41; 6,34; 8,2).

Doch damit unsere Sünden gesühnt würden, genügte kein göttliches Machtwort. Dazu musste der Sohn Gottes das Gericht Gottes über unsere Sünden tragen und in den Tod gehen. Aus dieser Sicht war es für Jesus viel schwerer, zu sagen: „Deine Sünden sind vergeben“, als zu sagen: „Steh auf und geh umher.“ Doch aus unfassbarer Liebe zu uns ist der Sohn Gottes diesen schweren Weg gegangen. Nun darf jeder, der an Ihn glaubt, die Gewissheit haben:

„Deine Sünden sind vergeben.“