Do Donnerstag
7
Nov November
Ich tat dir meine Sünde kund und habe meine Ungerechtigkeit nicht zugedeckt. Ich sprach: „Ich will dem HERRN meine Übertretungen be­kennen“; und du hast die Ungerechtigkeit meiner Sünde vergeben.
Psalm 32,5

Einwand: „Gott kann mir nicht vergeben!“

Vor einigen Jahren traf ich einen Mann, der ganz unten angekommen war. Sein Körper war von Krebs zerfressen; er war wortwörtlich am Ende. Seine Geschichte ließ nur erahnen, wie er sich fühlen musste. Einige Jahre zuvor hatte er als Soldat in Afghanistan schreckliche Dinge gesehen und auch selbst getan. Eines Tages beobachtete er dort einige Soldaten, die ein kleines Mädchen quälten und dann töteten. In rasender Wut griff er zur Waffe und erschoss sie alle. Er richtete ein Blutbad an.

Zurück in Deutschland griff er - zerfressen von Schuldgefühlen und belastet durch seine furchtbaren Erinnerungen - zur Flasche. Seine Frau trennte sich von ihm; er selbst fand keine Arbeit mehr. Nun saß er vor mir, den Tod vor Augen. Seine ganze Hoffnungslosigkeit kam zum Vorschein, als er mit Schmerz in der Stimme sagte: „Ich habe dort so schreckliche Dinge getan! Das kann Gott mir niemals vergeben - unmöglich!“

Anhand der Bibel zeigte ich ihm, dass Jesus Christus am Kreuz alle Sünden derer, die an Ihn glauben, auf sich genommen hat. Er, der völlig Schuldlose, stand vor Gott, als ob Er selbst alle diese schrecklichen Sünden begangen hätte. Er wurde dafür bestraft und hat mit seinem Tod für jede einzelne dieser Sünden bezahlt.

„Und genau deshalb“, erklärte ich weiter, „darfst du sicher sein, dass Gott dir deine ganze Schuld vergeben kann und will - egal, wie schlimm sie auch ist.“

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ 1. Johannes 1,9