Fr
13
Okt
Wir müssen alle vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, damit jeder empfange, was er in dem Leib getan hat, nach dem er gehandelt hat, es sei Gutes oder Böses.
2. Korinther 5,10

Bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris gewann der Schotte Eric Liddell (1902–1945) die Bronzemedaille im 200-Meter-Lauf. Wenige Tage später startete er über 400 Meter. Obwohl es nicht seine Spezialdisziplin war, erkämpfte er sich die Goldmedaille und stellte mit 47,6 Sekunden einen neuen Weltrekord auf. Damit war er der zu dieser Zeit berühmteste Sportler in Schottland.

In den folgenden Wochen wollten ihn viele Menschen sehen und hören. Bei einer dieser Veranstaltungen sagte er am Ende einer kurzen Ansprache: „Bevor ich mich wieder setze, möchte ich Ihnen noch etwas mitteilen. Es war eine wunderbare Erfahrung, an den Olympischen Spielen ­teilzunehmen und eine Goldmedaille mit nach Hause zu bringen. Aber seit ich ein kleiner Junge war, habe ich meine Augen auf einen anderen Preis gerichtet. Wie Sie wissen, nimmt jeder von uns an einem wichtigeren Wettkampf teil als jenem, den ich in Paris bestritten habe. Der Wettlauf unseres Lebens ist zu Ende, wenn Gott die Medaillen überreicht. Ich wollte schon immer Missionar werden, und nun habe ich erfahren, dass ich nach China ausreisen kann. Ab sofort werde ich meine ganze Kraft für diese Arbeit einsetzen.“

Die Menschen, die ihm zuhörten, ja das ganze Land war sprachlos: Schottlands bedeutendster Athlet gab das Laufen auf, um Missionar zu werden!

Eric Liddell wusste, dass sein Leben von Gott beurteilt würde. Dieses Urteil war ihm wichtig, dafür lebte er. – Für was oder für wen mühe ich mich ab im Leben? – Der Apostel Paulus sagte am Ende seines Lebens:

„Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt; fortan liegt mir bereit die Krone der Gerechtigkeit.“ 2. Timotheus 4,7.8