
Aus Liebe
Als ich heute nach Hause kam, entdeckte ich auf dem Küchentisch einen Teller mit zwei feinen Sandwiches - wunderschön zubereitet. Daneben lag eine Notiz meiner 12-jährigen Enkeltochter Anna:
„Liebe Opa und Oma, ich habe das für euch gemacht, weil ich euch liebhabe. Eure Anna."
Niemand hatte ihr gesagt, dass sie das tun soll. Sie musste nicht - und doch tat sie es. Aber warum? Wollte Anna sich damit unsere Gunst verdienen? Hatte sie Angst, nicht genug geliebt zu werden? Wollte sie sich einen Bonus bei Opa und Oma sichern? Nein - sie tat es einfach aus Liebe. Ihr kleines Geschenk war Ausdruck ihrer guten Beziehung zu uns.
Genauso ist es mit den guten Werken der Nachfolger des Herrn Jesus Christus. Diese Menschen sind nicht aktiv, um sich einen Platz im Himmel zu verdienen. Vielmehr sind ihre guten Taten ein Zeichen dafür, dass sie durch Glauben errettet sind. Diese Taten sind das Ergebnis des Glaubens - nicht seine Ursache. Der Retter Jesus Christus hat alles für ihre Errettung getan. Als Antwort darauf wollen sie Gott danken, Ihn lieben und anderen Gutes tun. So zeigen sie ihren Glauben.
Christen handeln nicht aus Zwang. Sie leben in einer wunderbaren Freiheit und wollen Gott von Herzen dienen. Darum nehmen sie sich gern die Worte ihres Herrn zu Herzen: „Wenn ihr mich liebt, so haltet meine Gebote" (Johannes 14,15).
Dem Gesetz zu gehorchen ist Pflicht - in Liebe zu dienen ist Freude und Erfüllung.