Fr Freitag
4.
Dez Dezember
Jesus spricht nun zu ihnen: Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen?
Johannes 21,5

Jesus Christus kennenlernen - Er ist fürsorglich

Die Jünger hatten in letzter Zeit sehr viel zu verarbeiten: die erbitterte Feindschaft gegen Jesus, der Prozess, die grausame Hinrichtung - und die bedrückende Erkenntnis, dass auch sie in Lebensgefahr kommen könnten. Zwar sind sie überglücklich, dass Jesus aus den Toten auferstanden ist und sie Ihn gesehen haben, doch irgendwie ist es nicht mehr wie früher. Er steht nicht mehr sichtbar im Mittelpunkt ihrer kleinen Gruppe. Wer gibt ihnen jetzt den Weg vor? Wie soll alles weitergehen?

Jesus hatte ihnen gesagt, dass sie nach Galiläa vorausgehen sollen, um Ihn dort zu treffen. Doch der aktive, lebhafte Jünger Simon Petrus, dem das Warten schwerfällt, schlägt vor, am See Genezareth wieder fischen zu gehen. Das war ja ihr alter Beruf. Einige der Jünger schließen sich ihm an. Doch sie fangen nichts in dieser Nacht. Ob Petrus sich wohl an eine andere vergebliche Fischfangnacht erinnert (vgl. Lukas 5,1-11)?

Bei Tagesanbruch steht plötzlich ein Mann am Ufer des Sees. „Werft die Netze auf der rechten Seite des Schiffes aus!“, ruft Er ihnen zu. Sie tun es - und erleben ein Wunder: Das Netz ist zum Bersten voll - als hätten sich alle großen Fische im See genau an dieser Stelle verabredet. Da fällt es Johannes wie Schuppen von den Augen: „Es ist der Herr!“ Als Petrus das hört, fackelt er nicht lange: Er springt ins Wasser und schwimmt ans Ufer, um möglichst schnell bei seinem Herrn zu sein. Die anderen folgen mit dem Boot. Dort erwartet sie eine liebevolle Überraschung: Jesus hat in der kühlen Morgenluft ein Feuer angezündet und ein Frühstück für die müden und hungrigen Jünger vorbereitet. Auch von ihrem selbst gefangenen Fisch dürfen sie etwas dazu beitragen.

Dann wird gefrühstückt. Zwar hat der Herr später noch eine wichtige Frage an Petrus, doch zunächst ist Pause angesagt. Sie dürfen einfach mit ihrem geliebten Meister zusammen sein, die Gemeinschaft mit Ihm genießen - und neue Kraft schöpfen.