Do Donnerstag
26.
Nov November
Kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles ist bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben.
Hebräer 4,13

Versteckt, aber nicht unentdeckt

Wenn Maschinen, Bauwerke oder andere Konstruktionen besonders sicher sein müssen, ist eine sorgfältige Fertigung entscheidend. Eine fehlerhafte Schweißnaht oder ein feiner Riss im Stahlträger - etwa bei einer Eisenbahn­brücke - könnte zu schweren Unfällen führen, bei denen Menschen verletzt werden oder sogar zu Tode kommen. Ein tragisches Beispiel dafür ist die Challenger-Katastrophe am 28. Januar 1986. Die Raumfähre explodierte nur wenige Sekunden nach dem Start, weil ein Dichtungsring durch frostige Temperaturen spröde geworden war.

Oft sind solche Schäden mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Trotzdem müssen sie aufgespürt werden, denn es kommt nicht darauf an, ob Menschen den Fehler sehen können, sondern ob er existiert. Verschiedene technische Verfahren ermöglichen es, Werkstoffe zu prüfen, ohne sie zu beschädigen oder zu zerstören. So machen Röntgenstrahlen selbst kleinste Haarrisse in Schweißnähten sichtbar. Spezielle Infrarot­kameras erfassen die Oberfläche einer Metallplatte: Wo sie in Ordnung ist, leuchtet es grün, während schadhafte Stellen je nach Schwere des Defekts gelb oder rot erscheinen.

Gottes Augen sind unendlich viel besser als jedes technische Prüfwerkzeug. Gott sieht alles: unsere Gedanken und Beweggründe - und Er weiß auch, wie wir uns fühlen, ob wir glücklich sind oder mit Problemen kämpfen. Das mag uns manchmal unangenehm sein, denn Gott ist heilig und duldet keine Sünde. Doch wenn wir ehrlich und aufrichtig vor Ihm leben, Ihm unser Versagen bekennen und uns Ihm ganz anvertrauen, erfahren wir seine Liebe und Barmherzigkeit. In jedem Fall will Er nur das Beste für uns - Er ist Liebe!