Fr Freitag
21.
Aug August
Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, da er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet.
2. Korinther 8,9

Jesus Christus kennenlernen - Er wurde arm

Steuern und Abgaben sind von jeher ein wich­tiges Thema für die Menschen. Es wundert nicht, dass Jesus als Lehrer dazu befragt wurde - allerdings oft auch mit bösen Hintergedanken. „Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuern zu zahlen?“, lassen Ihn die Pharisäer fragen. Mit dabei sind die Hero­dianer, Anhänger des wenig beliebten Vasal­lenkönigs Herodes, der dem römi­schen Kaiser unterstellt ist (Matthäus 22,15–22).

Antwortet Jesus mit Ja, werden die „frommen“ Pharisäer empört sein. Denn diese halten es für eine Schande, dass das auserwählte Volk Gottes der römischen Besatzungsmacht Steuern zahlen muss. Antwortet Jesus mit Nein, stellt Er sich als Rebell gegen Herodes und die Römer dar. Doch Jesus durchschaut ihre Falle. Er lässt sich eine Steuermünze zeigen und verweist auf Bild und Aufschrift des amtierenden Kaisers. Seine Antwort ist klar: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört“, nämlich das Geld - „und Gott, was Gott gehört“, nämlich Ehre und Gehorsam. Diese Antwort ist sprichwörtlich geworden.

Noch ein Detail: Jesus lässt sich eine Steuermünze zeigen, weil Er selbst nicht einmal einen Denar besitzt - den Tageslohn eines Arbeiters. Er war arm! Den Himmel mit all seinem Reichtum und Frieden, mit all seiner Freude und Schönheit hat Er gegen ein Leben als Mensch eingetauscht. Und selbst für „menschliche“ Verhältnisse war Er arm: Schon als Baby wurde Er notgedrungen in eine Futterkrippe gelegt, als Erwachsener besaß Er nichts Eigenes. Er lebte meist ohne festen Wohnsitz, ohne Rücklagen, ohne festes Einkommen. Schließlich ließ Er sich von Menschen anklagen, verurteilen und wie ein Verbrecher am Kreuz hinrichten. So arm wurde der Sohn Gottes - um alle zu retten und unfassbar reich zu machen, die an Ihn glauben!