
Jesus Christus kennenlernen - (Kein) Hausherr
Wieder einmal ist Jesus Christus von so vielen Menschen umgeben, dass Er in ein Schiff steigt, um über den See zu fahren und dem Rummel zu entgehen. Da kommt ein Schriftgelehrter zu Ihm - einer von den frommen Männern in Israel, die das Alte Testament bestens kennen und Jesus gleichzeitig so viele Schwierigkeiten bereiten. Doch dieser sucht keinen Streit, im Gegenteil: Er bittet Jesus, ihn mitzunehmen! Er, der Schriftgelehrte, will Jesus nachfolgen! Klingt großartig, oder?
Doch Jesus warnt den eifrigen Mann. Als Schriftgelehrter genießt er Ansehen und ein sicheres Leben. Ist er wirklich bereit, das aufzugeben? Jesus stellt ihm klar vor Augen, wie Er und seine Jünger leben: ohne feste Bleibe, ohne sicheren Rückzugsort. Heute hier, morgen dort - wie ein Nichtsesshafter zieht Er durchs Land.
Die Bibel berichtet nicht darüber, ob der Schriftgelehrte Jesus dann tatsächlich folgte. Doch bleiben wir bei dem, was Jesus hier sagt: Er hat den Himmel verlassen und fand auf der Erde nie ein dauerhaftes Zuhause. Schon bei seiner Geburt war kein Platz für Ihn und seine Eltern. Und als Er starb, hing Er heimatlos zwischen Himmel und Erde - am Kreuz.
Doch inzwischen ist Jesus längst Hausbesitzer und Hausherr in seinem eigenen Haus. Die Bibel spricht im Brief an die Hebräer von diesem Haus des Sohnes Gottes - einem geistlichen Haus, das aus allen besteht, die an Ihn glauben und durch seinen Sühnetod erlöst wurden. Und in diesem Haus hat nur Er das Sagen - uneingeschränkt!
„Christus ist Sohn über sein Haus, dessen Haus wir sind“
(Hebräer 3,6).