
Schön im Wandel
Sie erinnern an saftige Blätter und ahmen sogar deren Aderung nach. Oder an vertrocknete Blätter oder abgeknickte Zweige. Manche schimmern golden, andere tragen eine Tarnfarbe. Einige sehen aus, als würden sie verwesen, oder ähneln vertrockneten Blättern der Bananenstaude, auf der sie sich verwandeln.
Schmetterlingspuppen gleichen kleinen Skulpturen. In ihrem Innern aber vollzieht sich ein präzises Zusammenspiel von Zersetzung, Erhaltung und Neugestaltung: Ein Teil der Zellen zerfällt zu einem nahrhaften Brei. Gleichzeitig entstehen neue Strukturen: ein Atmungssystem, ein Verdauungstrakt, Nervenbahnen - und ganz neue Körperteile wie Flügel, Beine, Antennen, Facettenaugen, Geschlechtsorgane. Der Schmetterling, der schließlich zum Vorschein kommt, hat mit der Raupe nichts mehr gemeinsam.
Diese Umwandlung (Metamorphose) ist ein einziges Wunder: Ein Teil der Raupe löst sich vollständig auf - und gleichzeitig entsteht daraus etwas völlig Neues. In dieser Zeit ist die Puppe völlig bewegungsunfähig. Zur Tarnung vor Fressfeinden ist ihr Äußeres daher kunstvoll und perfekt an die Umgebung angepasst.
Kann sich das alles zufällig und ohne Plan entwickelt haben? Muss nicht schon in der Raupe der komplette Bauplan eines Schmetterlings angelegt sein? Wie sollte der Brei im Leib der Puppe sonst „wissen“, wie er sich entwickeln muss, damit aus einer unscheinbaren Raupe ein faszinierender Schmetterling wird?
Gott kann auch Menschen verwandeln: Aus Sündern macht Er durch die Wiedergeburt Kinder Gottes (Johannes 3,3). Und Er wird sie eines Tages erneut verwandeln - für den Himmel, für das ewige Zusammensein mit Ihm. Werden Sie dabei sein?