Di Dienstag
12.
Mai Mai
Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.
Römer 1,17

Was ist Glaube?

Die Bibel macht unmissverständlich klar: Menschen können nur durch Glauben errettet werden. Und nur durch Glauben sind Erlöste in der Lage, ein Leben zu führen, das Gott gefällt. Doch was meint Gottes Wort eigentlich mit „Glauben“?

Drei Vergleiche helfen, das zu verstehen:

a) Der Glaube steht dem Sichtbaren gegenüber, denn was man sieht, muss man nicht glauben. Christen leben nicht „durch Schauen“, sondern „durch Glauben“ (2. Korinther 5,7). Der Glaube gleicht einer Hand, die die Tatsachen der unsichtbaren Welt ergreift und sie zu erfahrener Realität macht.

b) Der Glaube steht den menschlichen Werken gegenüber. Obwohl die Bibel mehrfach betont, dass gute Werke im Leben eines Gläubigen eine wichtige Rolle spielen, können sie nie das Fundament sein, auf dem ein Mensch vor Gott besteht. Gott nimmt Sünder einzig auf Grundlage des persönlichen Glaubens an den Erlöser an (Epheser 2,8.9). Gute Werke folgen als Frucht des Glaubens - nicht umgekehrt.

c) Der Glaube steht dem menschlichen Verstand gegenüber. Wenn es zum Beispiel um die Erlösung geht, reichen intellektuelle Fähigkeiten nicht aus. Gott spricht nicht in erster Linie den Verstand an, sondern fordert den Menschen auf, seinen Worten zu glauben. Das heißt nicht, dass glaubende Menschen keine denkenden Menschen sind - im Gegenteil. Doch die Erkenntnis der Wahrheit ist eine Folge des Glaubens, nicht dessen Voraussetzung.

„Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, eine Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht“ (Hebräer 11,1).