Mo Montag
16.
Mär März
Wenn deinen Hasser hungert, gib ihm Brot zu essen, und wenn er durstig ist, gib ihm Wasser zu trinken; ... und der Herr wird dir vergelten.
Ich [Jesus Christus] aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen.
Sprüche 25,21.22; Matthäus 5,44

Das Reisfeld des Nachbarn

Der chinesische Prediger Watchman Nee (1903-1972) setzte sich intensiv dafür ein, Christen zu unterstützen, die sich in der Volksrepublik China heimlich in den Häusern versammelten. Wegen seines Glaubens an Jesus Christus verbrachte er die letzten 20 Jahre seines Lebens in einem Arbeitslager. In einem seiner zahlreichen Bücher berichtet er: Ein Christ in Südchina besaß ein Reisfeld auf halber Höhe eines Hangs. In der Trockenzeit musste er Wasser aus dem Bewässerungskanal schöpfen und mühsam auf sein Feld tragen. Unterhalb davon lagen die beiden Felder seines Nachbarn. Eines Nachts durchbrach dieser den Erdwall, der die Felder trennte, und ließ das Wasser auf seine Felder fließen. Der Christ reparierte den Erdwall und trug erneut Wasser auf sein Feld hinauf. Doch der Nachbar wiederholte seine Masche drei- oder viermal.

Daraufhin sprach der Christ mit seinen Freunden darüber. „Ich habe versucht, geduldig zu bleiben und mich nicht zu wehren“, klagte er, „aber ist das recht?“

Nachdem sie gemeinsam gebetet hatten, meinte einer von ihnen: „Wenn wir immer nur das tun, was recht ist, sind wir arme, schwache Christen. Wir sollten mehr tun als nur das, was recht ist.“

Am nächsten Morgen bewässerte der Christ die beiden un­te­ren Felder seines Nachbarn und erst am Nachmittag sein eigenes Feld. Der Nachbar war sehr erstaunt darüber und wollte den Grund wissen. Der Christ konnte ihm von seinem Glauben erzählen. Der Nachbar wurde in seinem Gewissen angerührt und fand später auch zum Glauben an Jesus Christus.