Mi Mittwoch
8.
Feb Februar
Jetzt aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schändliches Reden aus eurem Mund. Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt.
Kolosser 3,8–10

Das Böse verabscheuen

„Frau Missionarin, ich gehöre noch nicht zu Jesus!“ - Die alte Frau Wang klingt verzweifelt: Erst tags zuvor hat sie Jesus Christus ihre Sünden bekannt und ihr Vertrauen auf Ihn gesetzt. Doch nun ergreift sie traurig die Hand der Missionarin und meint: „Ich bin nicht befreit. Mein Leben hat sich nicht verändert. Ich bin immer noch dieselbe und begehe die gleichen Sünden. Heute Morgen habe ich schon wieder Brot gestohlen!“

Die Missionarin fragt die Unglückliche: „Als du früher gestohlen hast - warst du da auch traurig?“

„Nein, ganz und gar nicht“, antwortet Frau Wang, „je besser es mir gelang, heimlich zu stehlen, desto stolzer war ich.“

„Siehst du! Du bist also doch nicht mehr dieselbe wie früher. Du hast dich verändert. Du bist nicht mehr stolz darauf, dass du gestohlen hast - im Gegenteil: Du bist traurig darüber. Das liegt daran, dass du von deinen Sünden reingewaschen worden bist und durch den Heiligen Geist ein neues Leben bekommen hast. Er ist es, der dich nun daran erinnert, dass du deine schlechten Gewohnheiten von früher ablegen musst. Heute hast du leider gesündigt und bist der Versuchung erlegen. Aber es ist nicht dasselbe, ob man in der Sünde lebt oder ob man eine einzelne Sünde begeht!“

Frau Wang atmet auf. Sie bekennt Gott den erneuten Diebstahl und empfängt fortan Gottes Kraft, das Gute zu tun und dem Herrn Jesus treu zu sein. Einige Zeit später sagt sie zur Missionarin: „Früher konnte ich ohne Gewissensbisse sündigen. Aber nun schmerzt es mich, wenn ich einer Sünde erliege.“