So Sonntag
8.
Feb Februar
Und wenn sie euch hinführen, um euch zu überliefern, so sorgt euch vorher nicht, was ihr reden sollt, sondern was irgend euch in jener Stunde gegeben wird, das redet. Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Heilige Geist. Und der Bruder wird den Bruder zum Tod überliefern und der Vater das Kind; und Kinder werden sich erheben gegen die Eltern und sie zu Tode bringen. Und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden.
Markus 13,11–13

Gedanken zum Markus-Evangelium

Jesus bereitet seine Jünger auf zukünftige Ereignisse vor. Ihm ist nichts verborgen - Er kennt alles im Voraus. So kündigt Er ihnen an, dass sie sich vor religiösen und politischen Autori­täten verantworten müssen, weil sie sich zu Ihm bekennen. Wie gut, dass wir unsere Zukunft nicht im Detail kennen! Vermutlich würden wir bei negativen Aussichten nur noch in Angst leben und resignieren. Doch als Jünger Jesu müssen wir uns bewusst sein, dass wir von den Ungläubigen nichts Gutes zu erwarten haben: „Ein Knecht ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen“, sagt der Herr in Johannes 15,20. Wie tröstlich, dass der Heilige Geist gerade in solchen herausfordernden Momenten den Jüngern Jesu beisteht. Sie müssen keine Verteidigungsstrategien ausarbeiten. Ein festes Gottvertrauen lässt Gottes Kraft und Geist auf erstaun­liche Weise wirken.

Schon heute beobachten wir, dass in unserer Gesellschaft die natürliche Liebe innerhalb der Familie zunehmend verloren geht. In manchen Kulturen brechen alle Dämme des Hasses, sobald ein Familienmitglied sich als Nachfolger Jesu zu erkennen gibt. In der zukünftigen Drangsalszeit werden die Juden, die einen leben­digen Glauben an den Messias haben und Ihn erwarten, diese Feindschaft besonders durch ihre ungläubigen Familien und Landsleute erfahren. Doch wer ausharrt, zeigt, dass er göttliches Leben besitzt - der Segen des Tausendjährigen Reichs ist ihm gewiss.