So
25
Sep
So denn, Brüder, sind wir Schuldner, nicht dem Fleisch, um nach dem Fleisch zu leben, denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, so werdet ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben.
Römer 8,12.13

Gedanken zum Römerbrief

Das „Fleisch“ ist zwar noch im Christen vorhanden, aber es hat kein Recht, sich Geltung zu verschaffen. Ein Beispiel dazu: Ein alter Schiffseigentümer und Kapitän verkauft sein Schiff. Das Wohnrecht in einer Kajüte wird ihm weiterhin zugestanden, nicht aber der Aufenthalt in den übrigen Bereichen des Schiffes. Und alle Rechte über das Schiff hat jetzt der neue Eigentümer und Kapitän. Es liegt ganz am neuen Eigentümer, ob er es zulässt, dass der alte Kapitän noch seine Kajüte verlässt, um Einfluss auf den Kurs des Schiffes zu nehmen. Denn der alte, willensstarke Kapitän hat seine eigenen Vorstellungen über Kurs und Ziel. Und die gibt er niemals auf! Der neue Eigentümer könnte versucht sein, sich die Zeit durch ein Schachspiel mit dem alten Kapitän zu vertreiben. Er könnte ihn sogar in schwierigen Situationen zurate ziehen und ihn auf die Kommandobrücke lassen. Über eins sollte er sich jedoch im Klaren sein: Der alte Kapitän wird alles versuchen, um das Schiff von seinem neuen Kurs abzubringen. Er hat zwar kein Recht dazu, aber er wird jeden Freiraum nutzen, der ihm gegeben wird. Deshalb sollte der Christ sich davor hüten, dem Fleisch noch irgendeinen Einfluss zuzugestehen. Es hat kein Recht dazu. Der geringste Freiraum – jedes Spielen mit der Sünde – wird sich stets als verhängnisvoll erweisen. Für den Gläubigen gilt es, „die Handlungen des Leibes zu töten“, indem er unter der Führung des Geistes Gottes jeden eigenmächtigen Anspruch des Fleisches zurückweist.