Do
27
Apr
Kinder Gottes … sind nicht aus Geblüt noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren.
Johannes 1,13

Wenn man versucht, mit den Menschen auf der Straße ein Gespräch über den Glauben anzuknüpfen, dann ergeben sich manchmal eigenartige Unterhaltungen.

Einmal komme ich mit einigen Jungen ins Gespräch. Man merkt, sie sind irgendwie interessiert. Im Lauf der Unterhaltung stelle ich einem von ihnen die Frage: „Bist du schon sicher, dass du in den Himmel kommst?“ – „Ganz sicher“, antwortet der Junge, „wir kommen doch aus Soundso.“ Und er nennt den Namen des Dorfes, woher er kommt; nennen wir es „Aweiler“. „Wir kommen doch aus Aweiler“, meint er, „deshalb kommen wir in den Himmel.“ – „Wieso denn das?“, frage ich. „Was hat denn Aweiler mit dem Himmel zu tun?“ – „Ja“, kommt es heraus, „in Aweiler sind doch alle Leute Christen!“

Nun wohnen wir zufällig auch in „Aweiler“, und was da im Dorf läuft, ist durchaus nicht alles christlich. Religiös sind die meisten Leute zwar. Viele gehen sogar am Sonntag in die Kirche, das muss man schon anerkennen. – Aber es gibt keinen Vers in der Bibel, wo es heißt: „So viele in Aweiler wohnen, haben das Recht, Kinder Gottes zu werden.“ Ebenso wenig heißt es in Gottes Wort: „So viele in Deutschland wohnen, haben das Recht …“, und es heißt auch nicht: „So viele christliche Eltern haben …“, denn Gott hat wohl Kinder, aber keine Enkelkinder!

Es heißt: „So viele ihn [Jesus Christus] aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die … aus Gott geboren sind.“ Diese neue Geburt aus Gott hat jeder nötig, auch wenn er in einer Umgebung aufgewachsen ist, wo man an Gott glaubt. Deshalb sagte der Herr Jesus selbst zu dem Theologen Nikodemus: „Ihr müsst von neuem geboren werden“ (Johannes 3,7).