So
26
Mär
Am folgenden Tag stand Johannes wieder da und zwei von seinen Jüngern, und hinblickend auf Jesus, der da wandelte, spricht er: Siehe, das Lamm Gottes! Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach.
Johannes 1,35-37

Gedanken zum Johannes-Evangelium

Wie gut täte es uns, wenn wir uns – auch im Alltag – immer wieder einmal Zeit nehmen würden, um die Person Jesu und seine Lebensart zu betrachten. Verfolgen wir aufmerksam und andächtig, wie Schönheit und Vortrefflichkeit, Freundlichkeit und Warmherzigkeit, Lieblichkeit und Milde, Heiligkeit und Liebe jeden Schritt des Lebens Jesu durch diese Welt voll Sünde und Kummer kennzeichneten! Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf unsere Beziehung zu Ihm. Uns ergeht es dann ähnlich wie Johannes, der in den Ruf ausbrach: „Siehe, das Lamm Gottes!“ Wir werden uns zu dieser wunderbaren Person hingezogen fühlen und werden unsere Eindrücke kaum für uns behalten können.

Johannes der Täufer hatte dieses Mal nicht viel über Jesus gesagt – weniger als das erste Mal. Da hatte er noch hinzugefügt: „das die Sünde der Welt wegnimmt“ (V. 29). Wenn wir von Jesus, unserem Retter und Herrn, Zeugnis ablegen wollen, kommt es nicht auf viele Worte an oder wie ausführlich wir berichten. Entscheidend ist unsere Liebe zu Ihm. Nichts kann unsere Mitmenschen mehr überzeugen als Worte, die unser persönliches Glück zum Ausdruck bringen.

So war es auch damals. Die beiden Jünger des Johannes waren offensichtlich derart beeindruckt von seinem Ausspruch über Jesus, dass sie die „Fahne“ wechselten. Von da an folgten sie Jesus nach. Ob Johannes sie als „Fahnenflüchtige“ betrachtete? Gewiss nicht. Er legte ja keinen Wert auf das eigene Ansehen; sein Motto war: „Jesus allein“.