Di
28
Mär
Siehe, jetzt ist der Tag des Heils.
2. Korinther 6,2

Auf dem Sterbebett zu Gott flehen (2)

Nur noch eine Stunde zu leben! Ich lag auf meinem Sterbebett und wollte zu Gott beten, um für den Himmel gerettet zu werden. Zunächst galt es, meine Gedanken zu sammeln. Als ich auf die Uhr sah, war schon eine Viertelstunde verstrichen. Erschrocken sagte ich mir: Jetzt will ich endlich Gott um Gnade anflehen.

In meinen Gedanken sah ich meine Familie zu Hause und stellte mir vor, was sie sagen würden, wenn sie von meinem Tod erführen … Erneut sah ich auf die Uhr: Weitere zwanzig Minuten waren vergangen. Verzweifelt suchte ich nach Worten, mit denen ich zu Gott beten konnte. Mir fiel nichts Passendes ein! Ich war zu schwach, um meinen alten Vorsatz auszuführen. Ich konnte nicht mehr um Gnade flehen!

Ein Blick auf die Uhr: Noch zwei bis drei Minuten, dann war die Stunde um! Da nahm ich alle Kraft zusammen und versuchte, ein Gebet zu sprechen, das ich früher einmal gelernt hatte: „Vater unser im Himmel …“ Weiter kam ich nicht, weiter wusste ich nicht, ich war zu krank, um mich zu erinnern! Verzweifelt musste ich einsehen: Auf meinem Sterbebett konnte ich nicht mehr zu Gott um Gnade flehen!

Doch Gott rettete mein Leben. Wenig später hörte ich das Evangelium, dass „Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu erretten“ (1. Timotheus 1,15). Und ich hörte: „Jetzt ist der Tag des Heils.“ Da schoss es mir durch den Kopf: Wie dumm war es von mir, zu warten und aufzuschieben! Jetzt lädt Jesus Christus uns ein, zu Ihm zu kommen; jetzt will Er retten; jetzt will Er ewiges Leben geben. Jetzt – nicht erst auf dem Sterbebett!

Da habe ich es endlich getan! Ich habe Jesus Christus meine Sünden bekannt, seine Gnade angenommen, die Er uns aufgrund seines Sühnetodes anbietet. Jesus hat mich angenommen. Nun bin ich gerettet. Und das schon jetzt – zu einem glücklichen Leben unter seiner Führung.