Mi Mittwoch
12.
Jun Juni
Herr, was ist der Mensch, dass du Kenntnis von ihm nimmst?
Psalm 144,3

Was ist der Mensch? (1)

Verglichen mit dem riesigen Universum ist der Mensch nur ein kleines, zerbrechliches Wesen. Trotzdem ist er das höchste irdische Geschöpf Gottes. Der französische Mathematiker und christliche Philosoph Blaise Pascal drückte es so aus: „Der Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste der Natur, aber er ist ein denkendes Schilfrohr.“ Und dann fügte er hinzu, dass dennoch alles Denken dem Menschen letztlich weder Halt noch Sicherheit bringen könne. Das führte ihn zu der Erkenntnis, dass „der Mensch aus seinem Elend nur durch die Gnade Gottes gerettet werden kann, nicht durch eigenes Verdienst und eigene Handlung.“

Wenn wir mit scheinbar unlösbaren Schwierigkeiten konfrontiert werden - wo finden wir dann Hilfe? Bei anderen Menschen, die letztlich ebenso schwach sind wie wir selbst?

Die Bibel berichtet von Hiob, der durch extreme Schicksalsschläge getroffen wurde. Wo suchte er Hilfe? Bei seinen Freunden? Nein, sondern er wandte sich an Gott, um zu verstehen, warum ihn das alles traf. Dabei empfand er sehr deutlich, wie schwach, gering und vergänglich er im Vergleich zu Gott war: „Ein Hauch sind meine Tage! … Siehe, zu gering bin ich, was soll ich dir erwidern?“ (Hiob 7,16; 40,4). Aber im Lauf der Zeit kam er zu der überwältigenden Erkenntnis, dass sich der große Gott im Himmel trotzdem in Liebe und Fürsorge mit ihm beschäftigte. Hiob verstand, dass sowohl sein Leid als auch die anschließende Rettung von Gott kamen. Dahin sollten auch wir kommen! Richten wir unsere Blicke auf Ihn, den helfenden und rettenden Gott! Er steht über allem!

„Der Mensch - wie Gras sind seine Tage; wie die Blume des Feldes, so blüht er. Denn ein Wind fährt darüber, und sie ist nicht mehr ... Die Güte des Herrn aber ist von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten“ (Psalm 103,15–17).

(Schluss morgen)