Mi Mittwoch
23.
Nov November
Die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.
1. Mose 1,2

Die Finsternis

Was für ein erschreckendes Bild wird uns in diesem zweiten Vers des Schöpfungsberichts vor Augen gemalt. Etwas Furchtbares muss geschehen sein, dass die von Gott geschaffene Erde in einen derartigen Zustand gekommen war. Denn „nicht als eine Öde hat er sie geschaffen; um bewohnt zu werden, hat er sie gebildet“, sagt der Prophet Jesaja (Kap. 45,18). Vermutlich steht die Verwüstung der Erde mit dem Fall des Teufels in Verbindung (vgl. Jesaja 14,12–17).

Die Beschreibung „wüst und leer“ heißt im Hebräischen tohuwabohu. Dieses Wort ist im Laufe der letzten Jahrhunderte in den Wortschatz der deutschen Sprache eingegangen. Darunter verstehen wir ein völliges Durcheinander, Chaos.

Die Erde war also verwüstet und leer, lebensfeindlich und verdorben - und zudem absolut dunkel: „Finsternis war über der Tiefe“. Finsternis ist die Abwesenheit von Licht, man kann also nichts erkennen. Und wo das Licht fehlt, kann sich auch kein Leben entfalten.

Ein hoffnungsloser Zustand? Nein! Denn es besteht die Aussicht auf eine Änderung: Über den Wassern schwebte der Geist Gottes. Gott ist da und Er ist tätig. Und immer, wenn das der Fall ist, kommt etwas Gutes zustande.

Fühlen Sie sich manchmal auch „wüst und leer“? Spüren Sie zuweilen, dass sich Dunkelheit in Ihrem Innern ausgebreitet hat? Dann gibt es Hoffnung: Der Zustand muss nicht so bleiben, denn Gott ist da. Er kann eine grundlegende Veränderung bewirken und will etwas Neues schaffen. Jedem, der Gott um Erbarmen anruft, schenkt Er Licht und ewiges Leben.

(Schluss morgen)