Mi Mittwoch
21.
Sep September
Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. ... Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, dieser bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.
Johannes 15,1.5

„Ich bin der wahre Weinstock“

Vor etwa 4000 Jahren hat Gott sich ein Volk auserwählt, dem Er sich in besonderer Weise als der einzig wahre und lebendige Gott vorstellte: das Volk Israel. Gott wollte, dass dieses Volk Ihm diente und zum Segen für alle anderen Nationen wäre. Um das zu verdeutlichen, verglich Er Israel mit einem Weinstock, den Er gepflanzt hatte, um Frucht zu erhalten. Doch Israel kam seiner Verantwortung nicht nach. Es brachte, bildlich gesprochen, nur schlechte Trauben hervor (Jesaja 5,1–7).

Vor etwa 2000 Jahren sandte Gott dann seinen Sohn auf die Erde, Jesus Christus. Er hat als erster und einziger Mensch Gott stets gefallen. Seine Worte und sein ganzes Verhalten verherrlichten Gott in einzigartiger Weise. Nie zuvor hatte ein Mensch ein Leben geführt, das derart Gott geweiht und nutzbringend war. So verstehen wir, wieso Er sich als den „wahren Weinstock“ bezeichnete. Nur Er brachte Frucht hervor, die ohne Abstriche Gottes Herz erfreute.

Jesus ist der wahre Weinstock, aber die Gläubigen, die sozusagen als seine Reben an Ihm hängen, können und sollen ihrerseits Frucht für Gott bringen. Doch das ist nur möglich, wenn sie den Saft, den der Weinstock ihnen zuführt, aufnehmen und durchfließen lassen. Sie müssen unbedingt „im Herrn bleiben“, das heißt, in Gemeinschaft mit Ihm leben. Getrennt vom Herrn, unabhängig von Ihm, können sie Gott nicht gefallen und Ihm auch nicht dienen. Doch wenn sie mit Ihm, dem wahren Weinstock, im Glauben verbunden sind, bewirkt Er reichhaltige und gute Früchte in ihrem Leben. Gott wird dann durch ihr Verhalten und ihre Worte geehrt, indem die Menschen sagen: „Ja, das ist ein echter Christ. Er gleicht Jesus!“