Di Dienstag
5.
Jul Juli
Jesus spricht zu Simon (dem Pharisäer): Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen; du hast mir kein Wasser auf meine Füße gegeben, diese aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit ihren Haaren getrocknet. Du hast mir keinen Kuss gegeben; diese aber hat, seitdem ich hereingekommen bin, nicht aufgehört, meine Füße zu küssen. Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; diese aber hat meine Füße mit Salböl gesalbt. Deswegen sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig.
Lukas 7,44–47

Die Einzigartigkeit Jesu Christi - In seiner Erniedrigung

Jesus ist bei dem Pharisäer Simon eingeladen. Da wagt es tatsächlich eine Frau, die als Sün­derin bekannt ist, Jesus in das Haus zu folgen. Das ist gar nicht im Sinn des Gastgebers. Und dass diese Frau dann Jesus huldigt, indem sie Ihm auf besondere Weise die Füße wäscht und salbt, ist ihm ganz zuwider. Er kann gar nicht verstehen, dass Jesus Ehrerweisung von einer Sünderin annimmt.

Was lernen wir aus dieser Begebenheit? Niemand ist zu klein, zu schuldig oder zu unbedeutend für den Herrn Jesus. Ob es wie hier eine Frau ist, die aus der Gesellschaft ausgestoßen ist, oder ob es ein verhasster Zöllner ist oder der gekreuzigte Verbrecher: Alle werden von Jesus Christus angenommen, auch du und ich, ganz egal, wer wir auch sind!

Wahre Größe weist niemand ab. Sie ist demütig und stellt sich freiwillig auf die niedrigste Stufe. Diese Größe sehen wir in Vollkommenheit nur bei dem Sohn Gottes, der Mensch wurde und zu den Menschen kam. Er war nicht als Richter gekommen, um die Sünder zu bestrafen, sondern Er kam als der sanftmütige und demütige Retter, der schließlich für alle sein Leben gegeben hat. Er erniedrigte sich selbst, „indem er gehorsam wurde bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz“ (Philipper 2,8). - Einzigartiger Erlöser!