Fr Freitag
14.
Jan Januar
Mit seinen Fittichen wird er dich decken, und du wirst Zuflucht finden unter seinen Flügeln; Schild und Schutz ist seine Wahrheit.
Psalm 91,4

Der Habicht

Der bekannte englische Prediger C. H. Spurgeon erzählte einmal folgende Beispielgeschichte:

Ein Habicht schwebt in der Luft. Seine scharfen Augen haben eine Anzahl Küken auf dem Erdboden erspäht. Die Mutterhenne sieht die Silhouette des Raubvogels in der Höhe und stößt sofort ihren Warnruf aus. Ihre Küken, die nichts von der drohenden Gefahr ahnen, verstehen den Ruf der Mutter und sehen, wie die Henne sich mit ausgebreiteten Flügeln flach auf den Boden drückt. Immerfort ruft sie dabei weiter, bis ein Küken nach dem anderen herbeiläuft und sich unter ihren Flügeln verbirgt.

Nun sind für den Habicht keine Küken mehr zu sehen. Und falls er sich entschließen sollte, die potenzielle Beute anzugreifen, müsste er zuerst die Henne besiegen, unter deren Flügeln die Küken sicher verborgen sind.

„Dieses Geborgensein“, schreibt Spurgeon, „ist eine Illustration des Glaubens. Hier ist Christus, der Heiland, und ich verberge mich hinter Ihm. Die Gerechtigkeit Gottes muss den Sünder schlagen oder einen andern, welcher fähig und willig ist, anstelle des Sünders zu leiden.“

Der, der „fähig“ und „willig“ ist, ist Jesus Christus, der Sohn Gottes. „Fähig“ deshalb, weil Er als Einziger ohne Sünde war und nie eine Sünde tat (1. Johannes 3,5; 1. Petrus 2,22). „Willig“ deshalb, weil Er seinem Gott und Vater, der den Plan hatte, Sünder zu retten, aus Liebe gehorsam war.

Wer durch den Glauben an den Herrn Jesus unter diese Flügel „schlüpft“, empfängt das ewige Leben und weiß sich in Gott geborgen in dieser Zeit und für die Ewigkeit.