Di Dienstag
6.
Apr April
... damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gottes Kraft.
1. Korinther 2,5

In Athen, der Hochburg der griechischen Weisheit, hatte der Apostel Paulus auf dem Areopag eine ganz besondere Rede gehalten (Apostelgeschichte 17,22–34). Dann war er nach Korinth weitergezogen, um auch dort die gute Botschaft von der Errettung durch Jesus Christus zu verkündigen. Zwar hatten auch die griechischen Religionsphilosophen über Erlösung diskutiert, aber Paulus nennt deren Überlegungen „Menschenweisheit“. Gottes Plan mit den Menschen ist nämlich nicht das Ergebnis logischer Schlussfolgerungen, vielmehr hat Er selbst offenbart, wie Er seine Geschöpfe retten will.

Nur durch das Sühnopfer Christi, des Gekreuzigten, ist wirkliche Erlösung möglich. Dies hatte Paulus den Korinthern in seiner Predigt dargelegt. Dabei betont er ausdrücklich, dass er nicht nach „überredenden Worten der Weisheit“ griff. Stattdessen hatte er ihnen „Christus als gekreuzigt“ verkündigt (1. Korinther 1,23; 2,4). Das war das Entscheidende!

Als sehr belesener und gelehrter Mann hätte Paulus durchaus lange mit den Philosophen seiner Zeit diskutieren und Argumente austauschen können. Aber das entsprach nicht seinem Ansinnen. Denn dadurch wäre niemand zur Umkehr und zum lebendigen Glauben geführt worden. Gottes Evangelium wendet sich ja nicht nur an unseren Verstand, sondern in erster Linie an unser Herz und Gewissen. Und echter, lebendiger Glaube muss den gekreuzigten, gestorbenen, auferstandenen und verherrlichten Christus zum Inhalt haben. Das war der Zentralpunkt des Evangeliums für Paulus; und er ist es bis heute.

Mit „Glauben“ meint die Bibel also nicht irgendeine Religion und auch nicht das Für-wahr-Halten von christlichen Lehrsätzen. Glauben umfasst viel mehr als nur den Verstand oder die Gefühle. Glauben bedeutet das bedingungslose Vertrauen auf den Sohn Gottes und die Lebensübergabe, die Auslieferung des ganzen Menschen an Ihn, den Erlöser und Herrn.