Mo Montag
22.
Feb Februar
Das Andenken an den Gerechten ist zum Segen, aber der Name der Gottlosen verwest.
Sprüche 10,7

Wenn irgendwo auf der Welt ein Pianist auf einem „Steinway & Sons“-Flügel in die Tasten greift, ist das Klangerlebnis Heinrich Engelhard Steinweg zu verdanken, der am 22. Februar 1797 in Wolfshagen im Harz geboren wurde. Heinrich begann im Alter von 15 Jahren eine Tischlerlehre. Anschließend ging er nach Goslar, wo er als Organist tätig war und sich als Instrumentenbauer ausbilden ließ. Von 1814 bis 1822 wurde er zum Militärdienst eingezogen.

Nachdem Steinweg zuerst nebenberuflich Gitarren, Zithern und Mandolinen hergestellt hatte, ging er bald zum Bau von Tafelklavieren, Pianos und Flügeln über. Sein erstes Tafelklavier schenkte er seiner Braut zur Hochzeit. Seinen ersten Flügel baute er elf Jahre später in einer alten, als Werkstatt hergerichteten Waschküche.

Im Jahr 1850 emigrierte Steinweg mit neun seiner zehn Kinder nach New York. Drei Jahre darauf machte er sich mit drei erwachsenen Söhnen selbstständig - ab 1854 hieß die Firma „Steinway & Sons“. Durch eine einteilige Gussplatte als Rahmen für die Klaviersaiten gelang es Steinweg, seine Flügel entscheidend zu optimieren.

Nehmen wir den Geburtstag des berühmten Klavierbauers einmal zum Anlass, uns zu fragen: Welchen Nachklang wird mein Name haben, wenn mein Leben auf der Erde vorüber ist? Mit welchen Gedanken und Empfindungen werden mich meine Mitmenschen im Gedächtnis behalten? Werden sie mich vermissen, weil mich gute Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe, Freundlichkeit und Dankbarkeit gekennzeichnet haben? Werde ich Segensspuren Gottes im Leben anderer hinterlassen?

Dies wird uns aber nicht aus eigener Anstrengung gelingen, sondern nur aus der Kraft eines verborgenen Lebens mit Gott, von dem letztlich alles Gute, aller Segen ausgeht.