Mi Mittwoch
16.
Sep September
Als sie aber völlig aufgewacht waren, sahen sie seine Herrlichkeit.
Lukas 9,32

Simon Petrus - ein Augenzeuge

Die Apostel hatten in Jesus den verheißenen Messias und Erlöser erkannt. Sie erwarteten von Ihm, dass Er sein Friedensreich auf der Erde errichten würde, wie es im Alten Testament angekündigt war. Dabei ließen sie aber solche Stellen außer Acht, die von den Leiden und dem Tod des Messias sprachen, zum Beispiel das 53. Kapitel im Buch des Propheten Jesaja.

Als Jesus seinen Jüngern nun sagte, „dass er nach Jerusalem hingehen müsse“, um dort „vieles zu leiden und getötet und am dritten Tag auferweckt“ zu werden, waren sie bestürzt. Das galt besonders für Petrus. Die Apostel wussten damals nicht, dass der Messias zuerst leiden und sterben musste, um sie und unzählige andere zu erlösen. Erst danach wird Er sein Reich auf dieser Erde in Herrlichkeit aufrichten (Matthäus 16,21–23; 1. Petrus 1,11).

Der Herr sieht die Verwirrung und Bestürzung in den Herzen seiner Jünger. Sie sollen erkennen: Auch wenn Christus zuerst leiden und sterben muss - die herrliche Aussicht auf sein Reich wird dadurch keineswegs ungewiss. Jesus nimmt Petrus und zwei andere Jünger mit auf einen Berg. Und dort sehen sie in einer Vorausschau die Herrlichkeit des Herrn Jesus Christus in seinem kommenden Friedensreich.

Und während die Führer des Volkes den Messias ablehnen und töten wollen, bekennt Gott selbst sich hier vor den Jüngern zu seinem Sohn und sagt: „Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn hört“ (Lukas 9,28–35).

Viele Jahre später kommt Petrus auf diese Begebenheit zurück. Er hält daran fest, dass Jesus Christus wiederkommen und sein Reich in Macht und Herrlichkeit errichten wird. Er betont, dass er selbst „Augenzeuge seiner herrlichen Größe“ gewesen ist. Dieses Ereignis auf dem Berg bestätigt eindrücklich die prophetischen Aussagen der Bibel (2. Petrus 1,16–21).