So Sonntag
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Aug August
Als er nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm. Wenn Gott verherrlicht ist in ihm, wird auch Gott ihn verherrlichen in sich selbst, und sogleich wird er ihn verherrlichen.
Johannes 13,31.32

Gedanken zum Johannes-Evangelium

Nachdem Judas in die Nacht hinausgegangen ist, wird es im Obersaal hell. Der Herr kann nun frei reden und seinen Jüngern das mitteilen, was Ihn im Hinblick auf die Seinen beschäftigt. Der aufmerksame Leser spürt, dass die folgenden Kapitel ein besonderes helles und warmes Licht verbreiten. Die Abschiedsworte Jesu sind tief gehend und ergreifend.

Jesus spricht nun über sich selbst, seinen Tod und seine Himmelfahrt. Schauen wir uns das im Einzelnen an:

Der Sohn des Menschen ist verherrlicht: Als die Griechen zu Philippus kamen, weil sie Jesus sehen wollten, sprach der Herr von der Stunde, in der der Sohn des Menschen verherrlicht werden sollte. Und sogleich war klar, dass es um seinen Tod ging (Kap. 12,23.24). Nie trat die Herrlichkeit des Menschen Jesus Christus deutlicher zutage als in seinem Kreuzestod: sein Gehorsam, seine Liebe, seine Sündlosigkeit, seine Hingabe. - Wie herrlich ist Jesus!

Gott ist verherrlicht in Ihm: Wer Gottes Wesen - Er ist Licht und Er ist Liebe - betrachten möchte, schaut zum Kreuz von Golgatha. Dort richtete Gott seinen Sohn schonungslos der Sünde wegen (Licht), weil Er Menschen verschonen und sie für ewig bei sich im Himmel haben wollte (Liebe). - Wie herrlich ist Gott! (Vgl. 1. Johannes 1,5; 4,8.16.)

Gott wird Ihn sogleich verherrlichen: Die angemessene Antwort Gottes auf das Sühnopfer seines Sohnes ist, dass Jesus Christus als Mensch jetzt die herrliche Stellung zur Rechten Gottes einnimmt. Damit hat Gott seinen Sohn sogleich verherrlicht.